Handball
Wie Mundenheim mühelos den Aufsteiger abfertigt
Nein, völlig zufrieden war VTV-Trainer Thorsten Engert nicht. „Ich wäre gegen diesen Gegner gerne unter zehn Gegentoren geblieben“, verriet er. Ein Luxusproblem, denn nach knapp einer Viertelstunde war klar, dass der Sieger dieser Begegnung nur aus Mundenheim kommen konnte. Hölzern, langsam und unsicher ließ der Aufsteiger über weite Strecken die Oberligatauglichkeit vermissen.
Die VTV machten das besser, deckten konzentriert, spielten die Angriffe konsequent aus und erlaubten sich im ersten Durchgang insgesamt nur drei Fehlwürfe. „Die erste Halbzeit war wirklich gut“, lobte Engert, der sich da auch noch in Sachen Gegentore auf Kurs sah. „Von den vieren, die wir bekommen haben, waren zwei auch noch Geschenke von uns.“ In Hälfte zwei ließ die Konzentration dann deutlich nach. Vor allem nach dem 21:5 durch Charlotte Lohr (38.) fiel die Mannschaft in ein kleines Loch, ließ nicht nur zu viele Löcher in der Deckung, sondern hatte auch das Visier im Angriff verstellt. Drei Siebenmetertore durch die von der Linie fehlerlose Marlen Wehr – mehr brachten die Mundenheimerinnen über eine Viertelstunde nicht zustande. „Darüber müssen wir sprechen“, sagte der Trainer. Genauso wie über die Ballverluste gegen die offensive 5-1-Deckung, die Gästetrainer David Hoffmann zwischendurch probierte und damit zumindest für ein wenig Verwirrung beim Gegner sorgen konnte.
Letztlich aber Luxusprobleme, denn in Gefahr gerieten die VTV zu keinem Zeitpunkt. Sofie Heiser und Sandra Reis (3) besorgten in der Schlussphase den standesgemäßen Erfolg, der die VTV zumindest für den Samstag an die Tabellenspitze führte.
Und so wurde auch das zweite Ziel des Abends erreicht: Die A-Jugendspielerinnen erhielten zwar Einsatzzeit, wurden aber insgesamt für ihren Auftritt am Sonntag in Erlangen geschont.
So spielten sie
VTV Mundenheim: Aulenbacher, Meiszis (ab 45.) – Heiser (3), Mayer, Reis (9) – Tines (2), Wehr (8/6) – Köbele (1) – Ayleen Michel, Werthmann (1), Weingarte (2), Fabienne Michel, Lohr (2), Götz
Spielfilm: 8:3 (14.), 16:4 Hz., 21:5 (38.), 28:14 Ende – Zeitstrafen: 4:3 – Rote Karte: Heiser (56. Dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 6/6 – 4/3 – Beste Spieler: Reis, Lohr – Maximini, Egler - Zuschauer: 60 – Schiedsrichter: Schmitt/Weiß (Untermosel/Welling).