Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Hochdorf mit einem Duo die Überraschung packen will

Am Wochenende beginnt zwar schon der 13. Spieltag in der Dritten Liga, aber für Marvin Gerdon von der HSG Friesenheim-Hochdorf f
Am Wochenende beginnt zwar schon der 13. Spieltag in der Dritten Liga, aber für Marvin Gerdon von der HSG Friesenheim-Hochdorf fühlt es sich wie ein Saisonstart an.

Die HSG Friesenheim-Hochdorf kann vor dem Spiel gegen den Titelaspiranten SG Leutershausen auf zwei wichtige Akteure zurückgreifen (Freitag, 20 Uhr, TVH-Sportzentrum). Das gibt dem HSG-Coach Hoffnung.

Nominell ist es der 13. Spieltag für die Gastgeber. Für Marvin Gerdon fühlt es sich aber ein kleines bisschen wie der Saisonstart an. „Das stimmt. Wirklich viel gespielt habe ich in dieser Runde noch nicht“, sagt er lachend. Immerhin ist das Lachen zurück beim mittlerweile 25-Jährigen. Er steht nach der Zwangspause von drei Spielen wegen einer zweiwöchigen Corona-Quarantäne gegen den Traditionsverein von der Bergstraße zurück auf dem Platz. „Ich hatte, wohl auch dank der Impfung, keinen schweren Verlauf. Im Training lief es schon wieder ganz gut“, freut er sich auf das Spiel gegen den Tabellendritten, der allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat als der Zweite aus Dansenberg.

Doch auch ohne Corona kommt Marvin Gerdon, der in Hochdorf-Assenheim aufgewachsen ist, in dieser Saison auf gerade einmal fünf Spiele – und für seine Verhältnisse dürftige elf Tore. Der Grund liegt in einer weiteren Verletzungsphase: „Zum Saisonbeginn bin ich mit einem Muskelfaserriss ausgefallen.“ Auch bei zwei der fünf Spielen saß er eher als „Warnung“ auf der Bank. An einen Einsatz war nicht zu denken. Doch jetzt sei er wieder da. Er ist die dringend nötige Unterstützung gegen die Spitzenmannschaft, die sich nach durchwachsenem Saisonstart mittlerweile gefunden hat und den eigenen Ambitionen gemäß auftritt.

Neben Gerdon ist auch Marc-Robin Eisel dabei

„Marvin ist ein unheimlich wichtiger Spieler für uns. Nicht nur mit seiner Erfahrung, sondern natürlich auch als Schütze auf Halbrechts“, charakterisiert HSG-Trainer Matthias Polifka den Linkshänder. Gerdon selbst glaubt zwar nicht, dass die Gastgeber von Leutershausen unterschätzt werden („Nach unserem Sieg im Hinspiel wird wohl eher das Gegenteil der Fall sein“), aber chancenlos sei die HSG auch gegen die topbesetzte Mannschaft von der Bergstraße nicht. „Wirklich auf uns vorbereiten konnten sie sich ja nicht. Wir spielen immerhin in einer Formation, die es bisher noch nicht so oft auf Video gibt“, scherzt der 25-Jährige, um gleich ernst hinzuzufügen: „Wir müssen Kevin Bitz ausschalten. Das ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der SG.“ Aber auch auf allen anderen Positionen sei der Gegner stark besetzt. Gut ist deshalb, dass die Gastgeber neben dem Rückkehrer einen weiteren Trumpf in der Hinterhand haben: „Wir können voraussichtlich Marc-Robin Eisel einsetzen, weil die Eulen erst am Samstag spielen“, verriet Trainer Polifka. Er ist optimistisch. „Wir können mit der vollen Kapelle antreten. Wir spielen vor eigenem Publikum und wir haben keinen Druck. Der liegt ganz klar bei der SG.“ Warum sollte es also nicht mit einer zweiten Überraschung klappen?

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