Tennis Wie ein junger Österreicher dem BASF TC Ludwigshafen hilft

Geht seinen Weg: Nico Hipfl vom BASF TC Ludwigshafen.
Geht seinen Weg: Nico Hipfl vom BASF TC Ludwigshafen.

Mit 6:3 (4:2) feierte der BASF TC Ludwigshafen in der zweiten Tennis-Bundesliga einen wichtigen Heimsieg. Ein Talent fällt gegen den Wiesbadener THC auf.

Der 19-jährige Österreicher Nico Hipfl hatte gleich dreifachen Grund zur Freude. „Nico ist ein junger, talentierter Spieler, den wir gerne längerfristig hier sehen würden“, erklärte Daniel Baumann aus dem Ludwigshafener Trainerteam. Mit einem starken Aufschlag und einer beidhändigen Rückhand ist Hipfl jederzeit in der Lage, Druck zu machen. Zudem hat er die nötige Übersicht, den Ball passgenau zu platzieren. Und er hat große Ziele. Immerhin will der junge Mann aus Wels in Oberösterreich irgendwann einmal einen Grand-Slam-Sieg feiern.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zunächst einmal freute er sich im zweiten Einsatz über seinen ersten Sieg in der zweiten Liga. Nur im zweiten Satz stotterte der Motor ein bisschen. Wirklich in Gefahr geriet sein 6:0, 7:5 gegen Taym Al Azmeh nicht. „Jetzt muss es nur noch mit dem Sieg für die Mannschaft klappen“, erklärte Hipfl, der zu Hause von seinem Vater und seinem Onkel trainiert wird. Keine schlechten Trainingspartner. Onkel Markus Hipfl hat es immerhin bis auf Platz 63 der Weltrangliste geschafft. Der 19-Jährige hat ähnliche Ziele: „Ich will möglichst viele Future-Turniere spielen und gewinnen, damit ich auf die Challenger-Turniere komme und danach auf der ATP-Runde starten kenn“, nennt er die kurz- bis mittelfristigen Ziele.

BASF TC als Sprungbrett

Der BASF TC sei ein gutes Sprungbrett. „Das ist eine extrem gute Anlage. Und es sind coole Leute in der Mannschaft und extrem nette Menschen hier im Verein“, lobt er. Das alles habe ihm den Schritt nach Deutschland leicht gemacht. Und dass er mit Maximilian Neuchrist, Lennart Hampel und Tristan Weissborn gleich drei Landsleute in der Aufstellung wiederfand sowieso. Alles Faktoren für eine der wichtigsten Motivationsquellen des 19-Jährigen: „Es muss Spaß machen.“

Das gilt auch für seine größte Stärke, die bei Hipfl eigentlich nur so ein bisschen nebenherläuft. Im Einzel wird er aktuell auf Position 1088 geführt, im Doppel steht er auf 375 der Weltrangliste. „Eigentlich konzentriere ich mich aufs Einzel. Doppel spiele ich nur zum Spaß.“ Vielleicht war es deshalb kein Zufall, dass Hipfl an der Seite des Argentiniers Juan Bautista Torres den entscheidenden Matchpunkt zum Gesamtsieg beisteuerte. Einzel, Doppel und Gesamtsieg – gleich dreimal Grund zum Jubeln an einem Tag also.

Wichtige Punkte

Und ein wichtiger Sieg außerdem: Bei möglicherweise drei Absteigern muss sich der BASF TC am Tabellenende orientieren. Entsprechend stark war die Aufstellung im zweiten Heimspiel. Nur mit einer Prognose klappte es nicht. „Am besten bringen wir die Einzel schnell durch und gehen mit einem 5:1 in die Halle“, skizzierte BASF-Cheftrainer Steffen Neutert seine Wunschvorstellung. Das war schon während der ersten Einzelrunde Makulatur: Obwohl Juan Bautista Torres und Hipfl ihr Match bestimmt hatten, war bei ihnen Geduld gefordert, sie mussten für die entscheidenden Ballwechsel in der Halle. Ein Ortswechsel, der zumindest Tristan Lamasine guttat, auch wenn am Ende das letzte Quäntchen Glück fehlte. Nach einem deutlich unterlegenen ersten Satz gegen Milan Welte schaffte er beim 2:6, 6:4, 12:14 beinahe die Wende. So sorgten Maximilian Neuchrist und Joao Lucas Reis da Silva für die 4:2-Führung nach den Einzeln. Und im Doppel schlug erneut Hipfl an der Seite von Torres mit dem entscheidenden Sieg zu.

Mehr zum Thema
x