Irgendwo in Lu
Wie Dieter Thomaschewski an der Hochschule gelandet ist
Warum sind Sie heute im Wildpark unterwegs?
Wir wollten zum Jahresbeginn ein paar Tiere sehen.
Es gibt doch auch den Kurpfalz-Park in Wachenheim. Warum sind Sie denn nach Ludwigshafen gefahren?
Die Straße von Wachenheim aus zum Wildpark ist gesperrt. Da kommt man aktuell nur über Neustadt hin. Aber der Park hier in Rheingönheim ist ja auch schön.
Kommen sie öfter hierher?
Öfter nicht, aber immerhin doch hin und wieder. Eben dann, wenn wir ein bisschen Tiere sehen wollen.
Wie lange ist die Zufahrt zum Kurpfalz-Park denn gesperrt?
Schon seit sechs Wochen und noch für weitere sechs Monate.
Sie stammen aus Wachenheim?
Nein. Ich selbst habe für die BASF gearbeitet, war lange in Südamerika unterwegs und habe auch in Boston gelebt. Das waren viele Jahre im Ausland. Als ich wieder zurückgekommen bin, haben wir uns in der Region umgeschaut. Zur Debatte wäre auch die Bergstraße gestanden, aber die Pfalz hat uns dann besser gefallen. Es ist einfach ein entspannteres Lebensgefühl. Das sind vielleicht noch die französischen Einflüsse.
Haben Sie außer der BASF noch andere Beziehungen zu Ludwigshafen?
Aber ja. Ich habe an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft eine Professur für Betriebswirtschaftslehre und internationales Management.
Oha. Beginnt dort das neue Jahr nicht mit der Klausurenphase?
Doch. Ich lasse am 10. Januar eine schreiben, die ich anschließend korrigieren muss.
Wie kommt man denn von der BASF an die Hochschule?
Als sich meine Altersgrenze genähert hat, habe ich mich nach einer anderen Tätigkeit umgeschaut und habe dafür ein Studium an der Donau-Universität in Krems aufgenommen. Dort bin ich mittlerweile Ehrenprofessor. Ich habe gespürt, dass ich wieder zurück in die Wissenschaft wollte, und gerade das internationale Management hat mir viel Spaß gemacht.
Was Sie letztlich in die Ernst-Boehe-Straße geführt hat?
Nach all dieser Zeit wollte ich Ludwigshafen etwas zurückgeben. Als die Hochschule eine Professur ausgeschrieben hatte, habe ich mich darauf beworben, und ich wurde genommen.
Haben Sie zu Ludwigshafen eine enge Bindung?
Ich bin in Niedersachsen zur Grundschule gegangen, habe in Landau Abitur gemacht und später im Saarland studiert. Dann bin ich zur BASF gekommen und war in der Welt unterwegs, aber irgendwann will man eben irgendwo ankommen. Und hier in der Pfalz fühlen wir uns wohl!