Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wie der KV Mutterstadt der Corona-Krise trotzt

Vorsitzender Wilfried Klaus sorgt sich um den KV Mutterstadt. Bange um die Zukunft ist ihm aber nicht.
Vorsitzender Wilfried Klaus sorgt sich um den KV Mutterstadt. Bange um die Zukunft ist ihm aber nicht.

Kegel-Zweitligist KV Mutterstadt schlängelt sich durch die Corona-Krise. Doch der Verein kommt langsam an seine Grenzen. Deshalb lässt der KVM von einem Steuerberatungsbüro klären, ob staatliche Hilfen beantragt werden können. Außerdem hat sich etwas geändert im Verein.

Die Kugel rollt seit Monaten bei den Keglern nicht mehr. So schnell wird dies wohl auch nicht der Fall sein. Denn der aktuelle Lockdown wird wohl um einige Wochen verlängert werden. Für den Amateursport bedeutet dies: Stillstand. Damit haben sich auch die Hoffnungen bei den Keglern zerschlagen, den Sportbetrieb wieder aufzunehmen. Denn: Die Kegler betreiben ihrer Ansicht nach, keine direkte Kontaktsportart. Die Zwangspause ist besonders für Vereine mit einer eigenen Immobilie hart. Der Kegelverein Mutterstadt – einst ein Zusammenschluss von SKC Mutterstadt, KSC Mutterstadt, Victoria Mutterstadt 1965 und Grün-Weiß Mutterstadt – besitzt einen Kegelcenter. Der wurde 1981 gebaut. Der Gebäudekomplex mit Gaststätte, Kegelbahn und Wohnungen wurde in Erbpacht auf dem Grundstück der Gemeinde Mutterstadt errichtet. 2010 dann kaufte der Kegelverein die Kegelbahn von der Gemeinde – und ist seitdem Eigentümer. Von da an wurde die Acht-Bahnen-Anlage von den Verantwortlichen gut gemanagt und immer den aktuellen technischen Standards angepasst.

Das aber kostet Geld. Noch befindet sich der KVM nicht in finanzieller Not. Rücklagen sind zwar vorhanden, aber es sprudeln keine Einnahmen – das ist die Crux. Obwohl das Kegelcenter dicht ist, muss geheizt werden, müssen die Bahnen überprüft werden sowie Grund- und Gewerbesteuer gezahlt werden. Das sind Kosten, die an die Substanz gehen. „So kann es nicht weitergehen“, betont Wilfried Klaus, Vorsitzender des KV Mutterstadt. Deshalb lässt der Kegelverein von seiner Steuerberaterin prüfen, ob er vom Staat einen Zuschuss bekommen kann. Das ist aber an strenge Auflagen geknüpft.

Bewirtung nun in Eigenregie

Um neue Einnahmequellen zu erschließen, bewirten die Verantwortlichen des KVM die Gäste nun in Eigenregie. Denn die Gaststätte, von der man Zugang zur Kegelbahn hat, gehört der FG 08 Mutterstadt. Doch: Sie ist bei Kegel-Wettwerben nicht immer geöffnet. Das war den Keglern ein Dorn im Auge. So haben freiwillige Helfer ins Vereinszimmer eine Küchenzeile eingebaut. Dadurch wird die Arbeit der Ehrenamtlichen erleichtert. Darüber freut sich Wilfried Klaus. „Für die Finanzen kann nun etwas in Zukunft getan werden“, sagt er. Der Lockdown hat das aber verhindert. Denn im Dezember durften keine Weihnachtsfeiern stattfinden – also keine Einnahmen.

Der Lockdown hatte aber auch einen positiven Aspekt. Festgestellte Mängel bei einer Routine-Überprüfung sind durch freiwillige Arbeitseinsätze behoben worden.

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