Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie das Trainertrio den FC Arminia Ludwigshafen auf Kurs gebracht hat

Arminia-Trio (von link): Nico Elias, Robert Toth und Trainer Chris Chorrosch.
Arminia-Trio (von link): Nico Elias, Robert Toth und Trainer Chris Chorrosch.

Der FC Arminia Ludwigshafen muss zum Aufstiegsfavoriten FK Pirmasens. Die guten Ergebnisse der vergangenen Wochen sind auch Folge der Arbeit des Trainertrios.

Der FC Arminia ist seit elf Oberligapartien unbesiegt. Die einzige Niederlage im Jahr 2025 setzte es am 11. März mit 0:2 im Verbandspokal-Halbfinale beim FK Pirmasens. Und genau dort spielen die Rheingönheimer am Freitag (19.30 Uhr) wieder. „Wir haben in der Vorrunde auch unser Heimspiel gegen den FKP 1:3 verloren. Deshalb wollen wir unbedingt vermeiden, dass aller schlechten Dinge drei sind“, sagt FCA-Trainer Chris Chorrosch. Die Defensivspieler Jannik Dörr, der gegen Worms schon wieder auf der Bank saß, und Hasan Yalcinkaya sind nach auskurierten Verletzungen wieder Alternativen.

Ob Nico Pantano, der sich gegen Auersmacher eine Muskelverletzung zuzog, auch in diese Rubrik fällt, ist fraglich. „Er hat das Lauftraining aufgenommen. Wir werden kurzfristig entscheiden“, verdeutlicht Chorrosch. Der Routinier wäre wichtig, in Pirmasens trifft die Arminia auf einen Aufstiegsaspiranten. Der FKP ist Tabellendritter, einen Zähler hinter dem 1. FC Kaiserslautern II, und will in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga. „Pirmasens ist eine andere Hausnummer als unsere vergangenen Gegner, aber keine Übermannschaft“, glaubt der Coach. Wohlwissend, dass der FCA einen Sahnetag braucht, um im Sportpark Husterhöhe zu punkten.

Unterschiedliches Trio

Während das Spielerkarussell bei der Arminia in voller Fahrt ist und mit einer deutlich höheren Fluktuation zu rechnen ist als erwartet, herrscht auf dem Trainersektor seit längerer Zeit Ruhe. Chefcoach Chris Chorrosch, sein Assistenten Robert Toth, der als Co-Trainer arbeitet, und Nico Elias, der als Athletikcoach fungiert, haben ihre Verträge längst verlängert. Das total unterschiedliche Trio, das sich ideal ergänzt, hat großen Anteil am aktuellen Erfolg. Jeder ist auf seinem Gebiet ein Ass. Kein Wunder, dass Chorrosch im vergangenen Sommer die Verpflichtung der beiden Assistenten als Bedingung für sein Engagement gemacht hatte.

„Robert ist ein Menschenfänger, der mit seiner empathischen Art ganz nahe an der Mannschaft ist, für gute Stimmung in der Kabine sorgt und beispielsweise das Thema Passformen beackert. Und Nico, der sich um die verletzten Spieler kümmert, ist für die Bereiche Athletik, Aufwärmen und Videoanalyse zuständig“, beschreibt Chorrosch die Kollegen. Der analytische Elias bedient ihn mit den gewünschten Sequenzen aus den aufgenommenen Spielen.

Unterstützung für Chorrosch

Der Oppauer Robert Toth (51) spielte in der Jugend für den SV Waldhof, später für Waldhof II und Dudenhofen. „Wegen einer Knieverletzung habe ich meine Laufbahn beendet. Als mein Sohn alt genug war, bin ich Trainer geworden“, berichtet Toth. Der Niederlassungsleiter in einem Großhandel für Büroartikel trainierte in der Jugend bei BW Oppau, dem SV Waldhof und dem VfR Frankenthal. In der Saison 2023/24 arbeitete das „Magische Dreieck“ bei A-Junioren-Regionalligist Ludwigshafener SC erstmals zusammen. Sie haben sich zwar nicht zwingend gesucht, aber dennoch gefunden und harmonieren prächtig.

Der 36 Jahre alte Nico Elias ist Grünstadter. „Gespielt habe ich beim SV Kirchheim und VfR Frankenthal. Mit 28 Jahren habe ich mich in Richtung Traineramt orientiert“, berichtet er. Der angehende Sportwissenschaftler, der in einem Gesundheitszentrum in Worms arbeitet, kam über SC Blumenau, VfR Grünstadt und Kirchheim zum LSC. Das unterschiedliche Profil des Trios ist ein wichtiger Grund dafür, dass es so gut passt. Einen anderen nennen die beiden Assistenten: „Keiner von uns will Cheftrainer werden. Wir fühlen uns wohl und unterstützen Chris, der große Führungsqualitäten hat und sehr organisiert arbeitet, wo es geht.“ Der Trainer gibt die Blumen zurück: „Die beiden sind fachlich und menschlich überragend.“ Von außen betrachtet, scheint es so, dass kein Blatt zwischen das Trio passt.

Ein paar Spieltage habe es gedauert, bis sich Spieler und Trainerteam aneinander gewöhnt hätten, die Mannschaft die Art des bevorzugten Fußballs verstanden und angenommen habe. „Wir passen auch deswegen so gut zusammen, weil wir unterschiedliche Persönlichkeiten sind, aber dennoch die gleiche Philosophie verfolgen“, erklären die beiden Assistenten. Gewünscht ist offensiver und intensiver Fußball, was das Team seit der Winterpause prima umsetzt. Und wie ist es, wenn man mal unterschiedlicher Auffassung ist? „Wir respektieren unsere Meinungen und treffen immer eine Entscheidung“, betont Chorrosch und schiebt lachend hinterher: „Bei einem Trio kann es kein Patt geben.“

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