Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel WHG Edigheim: Schüler für neue Sportarten und Vereine begeistern

Auch Klettern stand beim Sportfest auf dem Stundenplan.
Auch Klettern stand beim Sportfest auf dem Stundenplan.

Ausschließlich Sport stand am Mittwoch auf dem Stundenplan des Edigheimer Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums. 20 Vereine haben den 750 Schülern ihre Angebote vorgestellt.

Kinder und Jugendliche in Bewegung bringen und sie im besten Fall dauerhaft für eine neue Sportart begeistern, darum ging es am Mittwoch am Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium (WHG) im nördlichen Stadtteil Edigheim. In Kooperation mit Sportvereinen aus Ludwigshafen und der Umgebung veranstaltete die Sportfachschaft unter der Regie von Sarah Schneider ein Sportfest sowohl in der Schule als auch auf den jeweiligen Vereinsgeländen. Die Schüler sollten damit an Sportarten wie zum Beispiel Bogenschießen, Rugby, Tanzen/Showtanz, Handball, Blasrohrschießen, Angeln, Schach, Faustball, Boule, Hockey, Klettern, Segeln, Fechten, HipHop oder Kampfsport herangeführt werden. Zudem wollte die Schule den Vereinen die Möglichkeit bieten, neue Mitglieder zu gewinnen.

26 Abteilungen von rund 20 Vereinen waren bei dem Projekt mit im Boot. Dazu zählten der TTC Oppau, die Wald- und Wiesenfreunde, ASV und TV Edigheim, TB Oppau, die Eulen Ludwigshafen, die mit den Profis Oskar Knudsen, Finn Leun, Mex Raguse und Nikolas Waldvogel im Einsatz waren, sowie der Segelclub Ludwigshafen, die TSG Friesenheim und Klettern Extrem, um nur einige der engagierten Mitstreiter zu nennen.

Sportfest und Spendenlauf im Wechsel

Eigentlich organisiert die Sportfachschaft des WHG für Schüler im jährlichen Wechsel einen Spendenlauf und ein Sportfest mit der Teilnahme beim Sportabzeichen. Das sei aber daran gescheitert, dass die Teilnehmer dabei auch einen Schwimmnachweis erbringen müssen, erklärte Sarah Schneider. Und der Transport von Edigheim ins Bad nach Oggersheim sei zu aufwendig. Daher habe man über Alternativen nachgedacht. Mit dem Ergebnis ist Schneider sehr zufrieden: Die Organisatorin kann sich eine Wiederholung des Projekts in zwei Jahren sehr gut vorstellen.

Einen ganzen Vormittag lang probierten die WHG-Schüler verschiedene Sportarten aus.
Einen ganzen Vormittag lang probierten die WHG-Schüler verschiedene Sportarten aus.

Das gilt auch für Schulleiter Andreas Klaes. Er hält es für sehr wichtig, die Kinder und Jugendlichen an Sportarten heranzuführen. Es gebe zwar einige Schüler, die sportlich sehr erfolgreich seien. „Aber die Mitte fehlt.“ Klaes führt das auf die lange Isolation vieler Mädchen und Jungen in der Corona-Krise zurück. Das habe motorische Defizite verursacht, meint der Schulleiter. Aber auch dass Kinder und Jugendliche heute sehr viel Zeit mit Handys und Tablets verbringen, mache sich in den Bewegungsabläufen und bei der Konzentrationsfähigkeit bemerkbar.

Dass so viele Vereine mit von der Partie waren und sich Trainer ehrenamtlich unter der Woche viele Stunden lang Zeit für die Präsentation ihrer Sportart an der Schule und die Arbeit mit den Kindern genommen haben, hat Klaes und sein Kollegium sehr gefreut.

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