Ludwigshafen Wenn Wanderer feiern
Mutterstadt. Gesellig ist es beim Waldfest der Ortsgruppe Mutterstadt des Pfälzerwald-Vereins zugegangen. Am vergangenen Wochenende haben Mitglieder und Gäste in der Walderholung Mutterstadt bei Musik und gutem Essen gemeinsam gefeiert.
Schon auf dem Parkplatz hört man ihn: den „Orgelheinrich“ alias Heinrich Cuntz. Er hat am vergangenen Sonntag den Anfang eines kurzweiligen Tages beim Waldfest des Pfälzerwald-Vereins (PWV) in Mutterstadt gemacht. Selbst Mitglied des Vereins, spendet er die an diesem Tag eingenommenen Gelder für die Suppenküche in der Ludwigshafener Apostelkirche. Direkt vor der Drehorgel sitzen an einem Tisch Herren im besten Alter und bei bester Laune. Sie seien der Stammtisch hier und bei jedem Waldfest dabei, erzählen sie. Einer von ihnen meint schelmisch: „Wir wandern zwar nicht mit, halten aber die Waldfeste aufrecht und engagieren uns eher für die sitzende Kultur.“ Seit 50 Jahren treffen sie sich schon, erzählen die Männer. Solch treue Besucher brauchen die Vereine, die allsonntäglich ein Waldfest auf die Beine stellen. Da freut sich auch das Team am Grill. Seit 25 Jahren übernimmt diese Aufgabe Karl-Heinz Kraus und ist in seiner Schicht der Herr über die Steaks. Ihm gegenüber wendet Jürgen Schwind die Bratwürste und den Saumagen. Sich für den Verein zu engagieren, ist für beide ganz selbstverständlich. Karl-Heinz Kraus liebt das Wandern und die Geselligkeit, Jürgen Schwind ist seit seiner Kindheit Mitglied. „Inzwischen zwar passiv, aber ich setze mich nach wie vor für den Verein ein“, erzählt er. Am Nachmittag unterhält das erste Orchester des 1. Handharmonika-Clubs (HHC) Mutterstadt die Gäste. „Wir haben mit dem HHC eine Kooperation. Wir helfen uns gegenseitig bei Veranstaltungen, und wir Wanderer kommen zusätzlich in den Genuss der Musik“, erzählt der PWV-Vorsitzende Hubert Frey. Musik gab es auch schon am Samstag zur Eröffnung des Waldfestes mit den „Stonehenge Acoustic Friends“ aus Schifferstadt. „Die Besucher haben da auch gerne mitgesungen zu Liedern von Reinhard Mey bis zu Mundartliedern“, sagt Frey. |uln