Ludwigshafen Wenn Rotkohl plötzlich rosa wird
Neuhofen. Mit einem Forscherfest haben am vergangenen Freitag Kinder der Kindertagesstätte (Kita) „Villa Kunterbunt“ Neuhofen und Auszubildende der BASF ihr Projekt vorgestellt, an dem sie gemeinsam in den vergangenen Wochen gearbeitet haben. Mit Experimenten haben sie gelernt, wie Chemie im Alltag funktioniert.
„Mit Neugier und Pipette“ stand auf den T-Shirts der kleinen Forscher. Und dieser Hinweis war durchaus wörtlich zu verstehen: Der Garten der Kita wurde an diesem Nachmittag zum Chemielabor umfunktioniert. Die Vier- und Fünfjährigen konnten ihren Eltern dort zeigen, womit sie in den vergangenen Monaten experimentiert haben. Wie verändert sich beispielsweise zerstampfter Rotkohl, wenn man etwas Zitrone oder Seife dazugibt? Die Auflösung: Je nachdem wird er rosa oder blau. Wie man eine farbige wässrige Lösung transparent machen kann, hat der Auszubildende Tobias den Knirpsen während der Projektwochen erklärt. Wenn Wasser mit gemörserter farbiger Kreide vermischt und anschließend durch ein Feinsieb gefiltert wird, bleibt klares Wasser zurück. Dass man mit Hilfe von Kreide seine Wasserfarben selbst herstellen und damit natürlich malen kann, hat die Forscher gleichermaßen fasziniert. „Es war für uns sehr spannend, während des Projekts den Entwicklungsprozess der Kinder zu beobachten“, sagt Erzieherin Vanessa Kuch. Ganz offensichtlich hatten alle Beteiligten einen Riesenspaß. Die Kinder sowieso, die sind ja nun naturwissenschaftliche Experten. Aber auch die Auszubildenden haben bei dem Projekt etwas mitgenommen: Wie man beispielsweise kindgerecht aufbereitetes Wissen weitergibt. Dass alle davon profitieren, ist das angestrebte Ziel der Initiatoren. Das beschreibt Ingmar Saßmann vom Lernzentrum der BASF, der das Forscherfest besucht hat. Das Unternehmen bemühe sich um frühkindliche Bildung und dazu gehören natürlich auch naturwissenschaftliche Experimente. Thomas Hostermann, Leiter der „Villa Kunterbunt“, würde jederzeit wieder an diesem Projekt teilnehmen. Er hatte sich für die Teilnahme am BASF-Projekt beworben und sich zuvor im werkseigenen Mitmachlabor kundig gemacht. Danach kamen sechs Auszubildende in die Kita, um gemeinsam mit den Jungforschern zu experimentieren. „Die Begeisterung war riesig. Die Kinder haben nicht nur viel gelernt, sondern auch einige Ideen entwickelt,“ resümierte Hostermann. |bmx