Ludwigshafen Wenn der Wagen mal liegen bleibt

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Was tun bei einer Panne mit dem Auto? Wie bringe ich am besten Ladung im Auto unter? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmer des Pannenkurses im Autohaus Henzel in Mutterstadt. Zweimal im Jahr findet der Kurs statt. Infos dazu gibt es im Autohaus

Reifenwechsel, Birne tauschen und Ölstand kontrollieren und einiges mehr an technischen Details – Fahranfänger, aber auch Inhaber eines Führerscheins mit älterem Datum zögern bei diesen Aufgaben. Doch rund zwei Stunden später sind alle fit für die verschiedenen alltäglichen und auch unvorhergesehenen Situationen, wenn sie mit ihrem Auto unterwegs sind. Thomas Wittke und sein Sohn Markus von der Fahrschule Zahn sowie Geschäftsführer Martin Henzel vermitteln in drei Kleingruppen das Wissen praxisnah. Mit dem Kurs wollen das Autohaus und die Fahrschule Wissen auffrischen, aber auch die Angst vor der Autowerkstatt nehmen: „Man gibt vorne das Auto ab und weiß nicht, was hinten geschieht“, sagt Fahrlehrer Thomas Wittke. Deshalb findet der Kurs auch in der Werkstatt im Autohaus Henzel statt. Jeder kommt zum Zug, auch wenn es darum geht, die festsitzenden Schrauben am Autoreifen mit dem Radschlüssel zu lösen. Martin Henzel verrät auch, wie man den Radschlüssel am besten ansetzt, um die Hebelwirkung auszunutzen und was die Zahlen auf dem Reifen bedeuten – die unter anderem das Herstellungsdatum angeben. „Auf den Reifendruck achten – am besten alle sechs bis acht Wochen kontrollieren.“ Dass bei der Führerscheinprüfung auch technisches Wissen abgefragt wird, ist vielen neu. Reifen, Scheinwerfer, Lenkung, Bremsanlage und Flüssigkeitsstände kann der Prüfer abfragen, zählt Thomas Wittke auf und stellt den Teilnehmern mehrere Aufgaben, die gemeinschaftlich gelöst werden. Bald sind ebenso die jungen Teilnehmer, die sich gerade auf den Führerschein vorbereiten, verblüfft, was man als Autofahrer alles wissen sollte – und die „alten Hasen“ lernen sogar noch das eine oder andere dazu. „Im Beruf gibt es ja auch Fortbildung“, erklärt Fahrlehrer Markus Wittke den Sinn eines Pannenkurses. In seiner Gruppe geht es zunächst um das Tauschen von Birnen und das richtige Beladen eines Fahrzeugs, damit sich die Ladung beim Fahren nicht in Bewegung setzt. Auch für den Ernstfall wappnet er seine Zuhörer: „Was tun, wenn man einen platten Reifen hat?“ Er empfiehlt Verhaltensweisen für den Fahrer und erklärt, wie man eine Unfallstelle absichert. Auf die Frage, wie weit entfernt vom Auto das Warndreieck aufgestellt werden muss, reagieren die Teilnehmer teilweise ratlos: „Wie soll man sich nur die vielen Zahlen merken“, sagt eine Teilnehmerin und seufzt. Doch Markus Wittke hat eine einfache Faustregel parat: „So weit weg, wie an Geschwindigkeit erlaubt ist.“ Das könne auf der Autobahn auch an die 100 Meter oder darüber sein. „Im Stadtverkehr, wenn man zum Beispiel im Stau eine Panne hat, stellt man das Warndreieck einfach aufs Autodach.“ Ruhe und Nerven bewahren sei wichtig, empfiehlt der Fahrlehrer, und daher empfiehlt er als Ausrüstung neben Warnweste, Regenweste und Regenschirm: „Schokolade beruhigt die Nerven, daher am besten immer eine Tafel dabeihaben.“ (mmö)

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