Handball
Wenn der Torwart seinen Kasten vernagelt
Fünf Siege zum Start in die Runde feierte VTV-Torwart Nico Klein zuletzt in der Jugend. Er war einer der Garanten für den Erfolg gegen Eckbachtal. Vor allem seine Paraden zum Ende der zweiten Halbzeit waren die Siegbringer. „Ab der 48 Minute habe ich mir vorgenommen, das Tor zu vernageln und das habe ich gepackt“, erklärte Klein.
Und wie: Erst hielt der Torwart einen Konter von Timo Kluzik kurz vor dem Ende sensationell. „Das war ein Schlüsselmoment. Da habe ich gemerkt, dass ich im Kopf drin bin. Den entscheidenden Ball werde ich heute halten. Das hat mit dem Siebenmeter im Anschluss gut geklappt“, beschreibt es der 30-Jährige. Es waren vermutlich diese zwei Szenen, die den 29:27-Sieg erst möglich machten. Spannend war es dennoch. Denn so richtig gut lief es für den Tabellenführer lange Zeit nicht. „Wir wollten das Spiel eigentlich dominieren, haben es aber unnötig spannend gemacht“, ärgerte sich Klein.
Torhütertausch
Vor allem in der Mitte der ersten Halbzeit verlor die VTV völlig den Faden und musste sieben Gegentore am Stück hinnehmen. Die Folge war ein Torhütertausch – von Janik Kunz zu Nico Klein. „Die Abwehr hatte ihn ein bisschen im Stich gelassen“, befand Klein. Für ihn sei es dann einfacher gewesen, da er von der Bank gekommen sei und zuvor viele Würfe beobachtet habe. Die VTV verwandelte dann ein 22:24 in eine 27:24-Führung. Davon erholten sich die Gäste schließlich nicht mehr.
Klein feierte nach der Schlusssirene erleichtert mit seinen Teamkollegen im Kreis. „Nach so einem Kampf fühlt sich das sehr gut an“, erklärte der Keeper, „Wenn wir gewillt sind aus jedem Spiel zu lernen, können wir es weit packen.“