Ludwigshafen Wenn der Marder sich im Auto einnistet

Das Auto gehört zu unserem täglichen Leben, im Frühjahr und Herbst braucht es ein „Wellness-Programm“. Gerade wenn schönes Wetter zu Ausflügen oder Urlaub einlädt, macht eine Fahrt ins Grüne mit einem einwandfrei funktionierenden und glänzenden fahrbaren Untersatz noch viel mehr Spaß.
Zunächst gilt es von den Winterreifen auf die Sommerreifen zu wechseln. „Von O bis O, also von Oktober bis Ostern, sollte man mit Winterreifen unterwegs sein“, erklärt Uwe Gerdon von Auto Gerdon Am Rathausplatz 22 in Dannstadt-Schauernheim. „Das ist allerdings nur eine Faustregel, sofern es die Witterungsverhältnisse erlauben“, ergänzt Birgit Gerdon. Dass dieses Thema die Werkstatt auch momentan, ein paar Wochen nach Ostern, noch gut beschäftigt, sieht man bei einem Blick in die seit 2000 von Uwe und Birgit Gerdon mit vier Mitarbeitern geführte Werkstatt sofort. Stapel mit Autoreifen, auf denen die Namen der Besitzer mit Kreide markiert sind, warten auf „ihre“ Autos. „Wichtig ist auch das fachgerechte Einlagern der Winterreifen sowie eine Kontrolle der Sommerreifen“, sagt Uwe Ger-don. Weiterhin sollte man im Frühjahr die Klimaanlage warten, desinfizieren und den Innenluftfilter austauschen. „Vor allem das Desinfizieren ist wichtig“, erläutert Uwe Gerdon aus seiner Erfahrung. Sofern man beim Waschen in der Waschanlage nicht regelmäßig den Unterboden mitreinigen lässt, sei jetzt auch Zeit für eine gründliche Unterbodenwäsche, um Salz und Schmutz, die sich im Laufe des Winters angesammelt haben, zu entfernen. „Salz ist aggressiv und kann Metall und Lack schädigen“, weist Birgit Gerdon auf die Wichtigkeit einer gründlichen Frühjahrswäsche hin. „Eine Motorwäsche wäre auch sinnvoll“, ergänzt ihr Mann Uwe. Überprüfen sollte man bei der Gelegenheit auch gleich den Wasserstand der Waschflüssigkeit. Besonderes Augenmerk sollte im Frühling aber auch im Herbst auf Marderfraß gelegt werden. „Gerade in diesen beiden Jahreszeiten sind die Nächte kühl. Da nutzen die Tiere gerne den warmen Motorraum als Nachtquartier“, weiß der KFZ-Meister. Ob ein Marder in der Nähe ist, erkennt man an den Fußspuren auf dem Auto. „Viele denken, das seien Katzen gewesen, dabei war es ein Marder“, sagt Birgit Gerdon. Ob das Auto von Mardern besucht wurde, erkenne man zudem am Fraß an Isolierungen oder an Essensresten unter dem Auto. Dann gilt es, das Auto vom Fachmann hinsichtlich etwaiger Schäden an Schläuchen, Leitungen und Elektrik untersuchen zu lassen, um Sicherheitsrisiken auszuschließen. Gegen Marder helfen etwa Duftstoffe und sogenannte elektrische Marderschrecks, erläutert Lagerist Albrecht Hofsäß die Möglichkeiten zur Abschreckung der Nager. Wer eine längere Fahrt plant, sollte über einen Urlaubscheck nachdenken, bei dem Luft, Wasser, Ölstand und Licht noch einmal gründlich überprüft werden. (acl)