Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Welches Ereignis der Höhepunkt im Hochdorfer Kalender ist

Matthias Polifka, Trainer der HSG Friesenheim-Hochdorf, hat sich vor dem Derby gegen Haßloch eine Kontaktbeschränkung verordnet.
Matthias Polifka, Trainer der HSG Friesenheim-Hochdorf, hat sich vor dem Derby gegen Haßloch eine Kontaktbeschränkung verordnet.

„In Hochdorf zählen nur die Spiele gegen Haßloch als Derby.“ Dominik Lenz weiß, wovon er spricht. Der 22-Jährige ist nicht nur Spielgestalter beim Handball-Drittligisten HSG Friesenheim-Hochdorf, sondern kennt als gebürtiger Hochdorfer selbstverständlich auch die sportliche Rivalität mit dem Nachbarn.

„Ich erwarte Kampf und Leidenschaft“, sagt er vor der Partie am Samstag, 19 Uhr, im TVH-Sportzentrum. Dafür gelten die Zugangsbeschränkungen nach 2G-Regeln, „aber dafür können alle Plätze besetzt werden“, erklärt der Hygienebeauftragte Martin Buschsieper. 500 Zuschauer werden demnach wohl den stimmungsvollen Rahmen für das heiße Nachbarschaftsduell bilden.

„Das ist jetzt mein siebtes Derby“, sagt Lenz. Besonders sei dabei jede einzelne Partie gewesen. „Aber natürlich hatte das erste bei den Aktiven nochmal einen ganz besonderen Stellenwert“, schmunzelt der Student. Er erwartet hochmotivierte Gäste. „Die sind nach dem Trainerwechsel wieder ein bisschen schwerer auszurechnen. Aber leicht wird es gegen die TSG ja sowieso nie.“

Tatsächlich treffen zwei Mannschaften aufeinander, die gerade einen Lauf haben. Beide Teams sind seit drei Spielen bei jeweils zwei Siegen und einem Remis ungeschlagen. Beide können deshalb mit breiter Brust auflaufen. Bei beiden hat demnach der Trainerwechsel gefruchtet. Wobei beiden ja mit Matthias Polifka (HSG) und Tobias Job (TSG) auf bewährte Kräfte zurückgegriffen haben. Große Eingewöhnungszeit in die Vorstellung der jeweiligen Trainer sei deshalb nicht nötig gewesen. „Ich denke, wir haben sein System mittlerweile gut angenommen“, bilanziert Lenz. Deshalb war auch in der einwöchigen Spielpause weniger intensives Training als vielmehr Regeneration angesagt gewesen. „Gerade in der ersten Woche haben wir ein wenig die Intensität rausgenommen und erst diese Woche wieder angezogen.“ Klar sei sowieso eines: „Die Mannschaften kennen sich gut. Es wird wenig Überraschungen geben. Beide werden sich zerreißen.“

Kein Kontakt vor dem Derby zu Spezi Job

Trainer Polifka stimmt dem nicht ganz zu, hat sicher wieder den ein oder anderen überraschenden Schachzug in der Trickkiste. Umsetzen könne die Mannschaft das sicher ohne Probleme. „Es klappt einfach von Training zu Training besser. Die Jungs nehmen meine Ideen gut an.“ Allzu tief will er sich aber nicht in die Karten blicken lassen und hat sich deshalb selbst eine Kontaktbeschränkung auferlegt. „Ich habe mit Tobi noch zusammen in Schwetzingen gespielt. Er hat sich gemeldet, als ich das Amt hier wieder übernommen habe, aber vor dem Derby haben wir nicht geschrieben“, beteuert Polifka, der sich auf ein spannendes und intensives Spiel freut. Mehr aber auch nicht. „Ich finde, man sollte das Spiel nicht größer machen, als es tatsächlich ist.“

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