Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Welche Aufgabe Matthias Bonifer beim ASV Fußgönheim hat

Matthias Bonifer, Trainer des ASV Fußgönheim II.
Matthias Bonifer, Trainer des ASV Fußgönheim II.

Der ASV Fußgönheim II (Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Süd) hat wechselvolle Zeiten hinter sich. Viele Jahre gehörte die Mannschaft der A-Klasse an und klopfte gar ans Tor der Bezirksliga. 2011 erfolgte der freiwillige Rückzug in die B-Klasse, ein Jahr später ging es in die C-Klasse runter. Dort spielten die Fußgönheimer nur eine Saison und belegten nach dem Aufstieg durchweg Plätze im Mittelfeld.

Bis auf die abgebrochene Runde 2019/20, in der die Schwarz-Weißen nur um Haaresbreite die Rückkehr in die A-Klasse verpassten. Doch im Sommer fiel das Team auseinander und der ASV musste wie so oft der jüngeren Vergangenheit einen Neuaufbau einleiten. Mit diesem Projekt wurde der neue Trainer Matthias Bonifer betraut. „Von den Stammspielern ist keiner in Fußgönheim geblieben“, erklärt der ehemalige Landesligaspieler. Das neu zusammengestellte Team holte aus fünf Partien der nun abgebrochenen Spielzeit zwar nur vier Punkte, doch der 42 Jahre alte Coach sieht Fortschritte. „Wir mussten uns erst finden, zumal viele Spieler vorher lange pausiert hatten“, räumt Bonifer ein. Außerdem habe sich der ASV unter Wert verkauft. Gegen die Topteams TuS Oggersheim (4:5) und ASV Maxdorf II (2:5) reichten klare Führungen (3:0, 2:0) nicht mal zu einem Teilerfolg. „Das spielerische Niveau ist gut, wir agieren auch sehr ordentlich nach vorne, aber wir bekommen zu viele Gegentore“, hat Bonifer erkannt.

Der Draht zu Ediz Sari, dem Übungsleiter der ersten Garnitur ist gut. „Die beiden Mannschaften machen einiges zusammen und bei Heimpartien spielen wir immer vor dem Verbandsligateam“, informiert Bonifer. Weil es bei der „Ersten“ eine regelrechte Verletztenmisere gab, musste die Reserve auf Verstärkung von „oben“ weitgehend verzichten. Das sei aber nicht zwingend das Ziel gewesen. Man wolle eigenständig bleiben. Bonifer, den Co-Trainer Daniel Hoche unterstützt, hat für die kommende Serie zugesagt, weil ihm die Aufgabe viel Spaß bereite. Allerdings muss er dann auf Ismail Yoeruek verzichten. Der fleißige Spielleiter und „Mädchen für alles“ wolle sich mehr in der Jugend einbringen.

Zweimal Torschützenkönig

Bonifer ist gebürtiger Frankenthaler und hat beim dort ansässigen VfR mit dem Fußball begonnen. Nach der Jugendzeit spielte der gelernte Bäcker, der als Lkw-Fahrer Isoliermaterial nach Frankreich und in die Benelux-Staaten transportiert, für Viktoria Lambsheim, SV Horchheim, MSV Ludwigshafen, TuS Rüssingen und VfB Iggelheim. „Bei Viktoria war ich zweimal Torschützenkönig“, erinnert sich der zentrale Mittelfeldspieler. Dreimal stieg er als Spieler auf, und auch als Trainer schaffte er mit dem SV Studernheim den Aufstieg. Außerdem war er noch Coach des SV Maudach.

Aktuell ist Matthias Bonifer zusätzlich zu seinem Posten in Fußgönheim noch Co-Trainer bei den U17-Juniorinnen des FFC Niederkirchen. Das liegt darin, dass Tochter Laura dort stürmt. „Der Saisonabbruch ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber gerade für Kinder und Jugendliche ist es extrem schade“, bedauert der Coach.

Weil imVerbandsliga-Team des ASV Fußgönheim viele Spieler verletzt waren, musste die Reserve weitgehend auf Hilfe von „oben“ ver
Weil imVerbandsliga-Team des ASV Fußgönheim viele Spieler verletzt waren, musste die Reserve weitgehend auf Hilfe von »oben« verzichten. Im Bild die Fußgönheimer Tim Demele (links) und Gökhan Dogan (blau).
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