Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Weiterer Nackenschlag für Arminia Ludwigshafen

Arminia-Mittelstürmer Giuliano Cultrera sah in Auersmacher die Rote Karte und fehlt dem FCA am Samstag gegen den FV Diefflen.
Arminia-Mittelstürmer Giuliano Cultrera sah in Auersmacher die Rote Karte und fehlt dem FCA am Samstag gegen den FV Diefflen.

Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen kommt einfach nicht richtig in die Gänge. Beim SV Auersmacher setzte es eine 0:4 (0:3)-Niederlage, mit der der FCA auf einem Abstiegsplatz rangiert. Es gibt aber etwas, was am Samstag, 17 Uhr, im Heimspiel gegen den FV Diefflen für den FCA spricht.

Die Partie in Auersmacher war rasch entschieden, denn die Ludwigshafener lagen früh aussichtslos zurück. Schon nach drei Minuten landete die Kugel erstmals im Netz. „Wir waren im Vorwärtsgang, haben aber einen Fehlpass gespielt. Auersmacher hat schnell umgeschaltet, während wir zu lange gebraucht haben, um wieder in die Struktur zu kommen“, schildert Co-Trainer Matteo Monetta, der den urlaubenden Coach Andreas Brill vertrat, die Szene. Ähnlich fiel der zweite Treffer, dem wiederum ein Ballverlust der Arminen vorausging. Die Saarländer machten es gut, waren in wenigen Zügen vor dem Tor und schlossen gekonnt ab (16.).

An diesem Rückstand hatten die Gäste heftig zu knabbern. Doch es kam noch schlimmer. Wieder war Auersmacher hellwach, während dem FCA die Handlungsschnelligkeit abging (26.). „Nach einem Foul gab es Freistoß für die Platzherren, den sie rasch ausführten. Wir hatten noch nicht wieder unsere gewohnte Ordnung, was der SVA ausgenutzt hat“, erklärt Monetta. Das Grundübel: Derzeit treffe die Arminia zu oft die falsche Entscheidung, was bitter bestraft werde. Hinzu komme eine schlechte Konterabsicherung, was sich dann negativ auswirke, wenn eine Passstafette unterbrochen wird.

Erschreckend harmlos

Genauso erschreckend war die offensive Harmlosigkeit. „Wir haben versucht, das 1:3 zu erzielen, es ist uns aber nicht gelungen eine klare Chance herauszuspielen. Selbst Halbchancen gab es nicht. Ballbesitz habe die Arminia nur im eigenen Drittel gehabt, ins letzte Drittel, dort wo es beim Gegner auch mal brennen sollte, ist die Mannschaft nicht vorgedrungen. Stattdessen fiel das 4:0 (80.). Und so lautet die ernüchternde Bilanz: Vier Niederlagen in fünf Spielen.

In der Lage, in der die sich die Arminia befindet, zieht man sich mitunter an positiven Dingen hoch. So hat in den elf Partien zwischen Diefflen und dem FCA nur einmal der Gast gewonnen. An den letzten Sieg gegen die Saarländer am 14. August 2021 kann sich Monetta noch gut erinnern. „Es war mein erstes Spiel für die Arminia und wir haben 5:1 gewonnen“, sagt der Deutsch-Italiener. Der von Amicitia Viernheim gekommene Torjäger wurde bei seinem Debüt nach 61 Minuten für Giuliano Cultrera eingewechselt, steuerte ein Tor und ein Assist zum höchsten Ergebnis zwischen den beiden Teams bei. Es war eine in allen Belangen überzeugende Vorstellung der Rheingönheimer.

Urbans Pech

Apropos Cultrera. Der 21-jährige Mittelstürmer, im dritten Jahr beim FCA, handelte sich im Saarland eine Rote Karte ein. „Nach einem Foul an Steffen Straub hat ein Gegenspieler unserem am Boden liegenden Spieler den Ball an den Kopf geschossen“, berichtet Monetta. Cultrera habe daraufhin den Akteur des SVA umgestoßen. Wie lange er gesperrt wird, muss man abwarten. Angesichts der happigen Sperre für Kapitän Nico Pantano, der vier Spiele auf Eis gelegte wurde, ist Optimismus bei Cultrera nicht angebracht. „Zu allem Unglück hat sich Torwart Kevin Urban den kleinen Finger gebrochen“, informiert Monetta. So könnte der junge Robin Schneider vor seiner Feuertaufe stehen.

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