Drei Fragen an… RHEINPFALZ Plus Artikel Was Thomas Nebel an seinem Trainerjob nicht gefällt

Thomas Nebel
Thomas Nebel

Thomas Nebel (36) ist spielender Co-Trainer beim A-Ligisten VfR Friesenheim. Der Elektromeister, der bei einem Unternehmen die elektronische Instandhaltung koordiniert, spielt entweder in der Innenverteidigung oder auf seiner Lieblingsposition, der „Sechs“. Nebel lief in der Jugend für den FSV Oggersheim auf, danach für den MSV, 08 Mutterstadt, BSC Oppau und FV Freinsheim.

Herr Nebel, Sie sind im vergangenen Sommer mit Freinsheim in die Bezirksliga aufgestiegen. Warum sind Sie zum VfR gewechselt?
In Freinsheim war ich immer glücklich, aber es gab gute Gründe, nach Friesenheim zu gehen. Zum einen ist in Freinsheim der Aufwand deutlich höher geworden. Andererseits möchte ich ins Trainergeschäft reinschnuppern. Zum VfR ist es von meinem Wohnort Oggersheim nur ein Katzensprung. Und ganz wichtig: Ich kenne den Friesenheimer Trainer André Werz seit Jahren. Wir haben bei einigen Vereinen zusammengespielt, waren immer in Kontakt und sind befreundet.

Warum ist der Posten des spielenden Co-Trainers so reizvoll für Sie?
Ich kann eigene Ideen in die Trainingsgestaltung einbringen, kann mich in einen Spieler reinversetzen und will als älterer Akteur Vorbild sein. Als Trainer muss man aber auch Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen. Das ist nicht einfach. Beim VfR versuchen André und ich, möglichst nicht gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Es ist von Vorteil, wenn einer die Partie von außen beobachtet und Veränderungen vornehmen kann. Wenn wir doch mal beide spielen, übernimmt Thomas Hassreiter den Part an der Linie.

Sie sind der Abwehrchef. Da müssen Sie die 16 Gegentore in fünf Spielen doch ärgern, oder?
Und wie mich die ärgern. Das einzige „zu Null“ gab es gegen den FC Arminia II, der nicht antrat, weshalb die Partie 2:0 gewertet wurde. Die vielen Gegentore sind unserer offensiven Spielweise geschuldet, für die der VfR seit Jahren steht. Außerdem haben wir vor der Saison einige starke Spieler verloren, die wir mit jungen und unerfahrenen Akteuren ersetzt haben. Deshalb unterlaufen uns noch zu viele einfache Fehler. In der Abwehr haben wir zudem oft wechseln müssen.

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