Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Ruchheim ein Problem mit Wasser hat

Geschützte Landschaft: der sogenannte Affengraben.
Geschützte Landschaft: der sogenannte Affengraben.

Ruchheim ist von allen Seiten von Wasser bedroht. Gleich mehrere Anträge und Anfragen des zuständigen Ortsbeirats befassten sich daher am Montagabend mit der Entwässerung des westlichsten Ludwigshafener Stadtteils. Sei es die Funktionstüchtigkeit des Affengrabens oder der Wasserablauf auf der L525 in Richtung Fußgönheim.

Wasserabläufe auf der L525 seien nicht vorgesehen, informierte der Bereich Tiefbau auf SPD-Anfrage. Die hatte bemängelt, dass sich bei starkem Regen schnell große Wasserlachen mit der Gefahr von Aquaplaning bilden. „In der Regel fließt das Wasser über die Bankette ab“, hieß es vom zuständigen Fachbereich. Doch die Strecke zwischen Ruchheim und Fußgönheim befinde sich nicht in städtischer Baulast. „Wir werden den Sachverhalt deshalb an den Landesbetrieb Mobilität in Speyer weitergeben“, versprach man. Denn auch dem städtischen Betrieb ist aufgefallen, dass die Bankette nur ihren Dienst tun kann, wenn sie regelmäßig gereinigt und von Grünschnitt befreit wird.

Regenwasser soll abgeleitet werden

„Mit nassen Kellern ist auch in Zukunft zu rechnen“, hieß es hingegen auf die Anfrage der Grünen zur Funktionstüchtigkeit des Affengrabens. Ruchheim liege auf einer sehr flachen Ebene mit relativ kurzem Abstand zum obersten Grundwasserleiter. Positiv daran sei, dass sich das Wasser bei Starkregen nirgends besonders stark ansammele. Allerdings nehme die Ableitung über ein stark beanspruchtes Grabensystem mehr Zeit in Anspruch. Daran habe auch der Bau des Riedgewanngrabens nichts geändert, erklärte die Verwaltung.

Auch die Betonwand im Affengraben sei Teil der Genehmigungsplanung zur Sanierung der Ruchheimer Regenwasseranlage. Sie soll sicherstellen, dass Regenwasser in Richtung Westen in das Gewässersystem Belchgraben zur Isenach abgeleitet wird. Die von den Grünen bemängelte hölzerne Sperrvorrichtung sei ein älteres Bauteil der Wasserregulierung, so der Bereich Umwelt. Ganz zufrieden war Antragstellerin Jutta Kreiselmaier-Schricker damit nicht. „Die Schließe hat ein Loch“, bemängelte sie. Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) versprach, diesen Umstand weiterzuleiten.

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