Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum in Mundenheim plötzlich Hektik ausbricht

 Zweimal schon wurden die B-Juniorinnen der JSG Mundenheim/Rheingönheim Meister. Trainer Marcus Muth (Mitte) ist stolz auf sein
Zweimal schon wurden die B-Juniorinnen der JSG Mundenheim/Rheingönheim Meister. Trainer Marcus Muth (Mitte) ist stolz auf sein Team.

Es sollte eine entspannte Sommerpause werden. Doch daraus wird nichts für Jugendhandballerinnen der JSG Mundenheim/Rheingönheim. Noch vor den Ferien wollen die Juniorinnen im Südwesten die beiden Startplätze für die A-Jugend-Bundesliga ausspielen. Am Wochenende geht es gegen den TV Engers schon um alles. Eine andere Mannschaft wird am 21. August um das Ticket für die Bundesliga kämpfen.

Eine Mail des Deutschen Handballbundes hat die Hektik schlagartig verursacht. „Darin wurden die Verbände aufgefordert, ihre Teilnehmer für die noch freien Startplätze bis zum 23. August zu benennen. „Also in der letzten Ferienwoche. Das würde bedeuten, dass die Qualifikationsspiele in den Ferien ausgetragen werden müssen“, erklärte JSG-Trainer Marcus Muth. Eine Vorgabe, der sich die Mannschaften der männlichen A-Jugend des HLZ Friesenheim/Hochdorf und der des TV Nieder-Olm beugten. Auf den letzten Drücker, am 21. August in Friesenheim und einen Tag später beim Rückspiel in Nieder-Olm, wird der zu vergebende Startplatz ermittelt.

Die vier Mannschaften mit Aussichten auf die weibliche Bundesliga verwahrten sich gegen dieses Vorhaben. „Alle vier Trainer waren sich einig, dass ein Termin in den Ferien immer zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führt, weil zu keinem Zeitpunkt alle Mannschaften komplett gewesen wären“, betont Muth. Kurzerhand wurden deshalb Spiele vor den Ferien vereinbart und die Trainingsintensität wieder gesteigert. „Das waren ein paar sehr kommunikative und intensive Tage“, umschrieb Muth den Austausch zwischen Vereinen und Verband.

Ungleiche Voraussetzungen

Von gleichen Voraussetzungen sei man schließlich trotzdem weit entfernt. Die Ludwigshafener Jugendspielgemeinschaft und auch der TV Engers hatten sich immerhin bereits intensiv auf die Zwischenrundenspiele um die deutsche Meisterschaft vorbereitet, und auch Marpingen als Saarlandvertreter konnte schon früh wieder in die Halle. „Aber zum Zeitpunkt der DHB-E-Mail vom 18. Juni hatte Budenheim gerade einmal wieder das dritte Hallentraining“ erzählt Muth. Trotzdem habe auch die DJK dem mühsam ausbalancierten Modus zugestimmt. In jenem Modus wurden die jeweiligen Begegnungen ausgelost. In einem Hin- und Rückspiel wird nun ein Sieger und damit die beiden übrigen Aufsteiger ermittelt. „Fairer wäre es natürlich gewesen, wenn alle vier Mannschaften gegeneinander gespielt hätten, aber dafür waren die Zeitfenster einfach zu kurz“, sagt Marcus Muth.

So geht es für die JSG, die zwei Mal am Grünen Tisch die Oberliga-Rheinland-Pfalz-Saar in der B-Jugend gewonnen hatte, gegen den TV Engers schon wieder um die sportliche Wurst. Das Hinspiel ist am Samstag, 10. Juli, um 14 Uhr in Engers, das Rückspiel am Sonntag, 11. Juli, um 16 Uhr im Schulzentrum Mundenheim. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir dafür 150 Geimpfte, Getestete oder Genesene in die Halle lassen dürfen“, sagt Muth.

Zwei neue Torhüterinnen

Sportlich ist sein Kader gegenüber dem Meisterschaftsspiel Ende Mai nahezu unverändert. Mit Emelie Volkmer und Luna Gebhardt stehen zwei neue Torhüterinnen im Kader und vier Akteurinnen kommen als Jahrgang 2003 von der bisherigen A-Jugend zur bisherigen B-Jugend hinzu. „Damit fahren wir nach Engers und sehen mal, was wir dort erreichen können“, sagt Muth.

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