Ludwigshafen Warum eine lange Diskussion zweier Schiedsrichter für Unruhe auf dem Platz sorgt
In der Fußball-Bundesliga vergeht kaum ein Wochenende ohne Diskussionen über den Video-Schiedsrichter, der im Keller in Köln die Partie überwacht und bei strittigen Entscheidungen mit dem Unparteiischen auf dem Platz Kontakt aufnimmt. Der Referee auf dem Spielfeld schaut sich dann am Monitor die Szene an. Einer der Kritikpunkte: Es dauert zu lange, bis das Spiel fortgesetzt wird. Doch Ähnliches gibt es auch im Amateurbereich, wie am vergangenen Sonntag bei der Bezirksligapartei zwischen der FG 08 Mutterstadt und dem BSC Oppau festzustellen war. Um es vorweg zu sagen: Der junge Schiedsrichter Niklas Eberle aus Kandel machte seine Sache gut und ließ sich von ständigen Freistoßforderungen der Spieler bei fast jedem Körperkontakt nicht beeinflussen.
Gelbe und Rote Karte das Ergebnis
Nach einem Duell zwischen Mutterstadts Adnan Mujagic und dem Oppauer Dirk Hilzendegen war die Partie unterbrochen. Eberle lief zum Assistenten auf der Seite der Auswechselbänke, um ihn zu der Szene zu befragen. Der hatte offenbar nichts wahrgenommen und zuckte mit den Schultern. Also ging Eberle zum Assistenten auf der anderen Seite. Den sonst den Referee bei solchen Vorfällen begleitenden Spielerpulk gab es dieses Mal nicht. Also konnten sich Schieds- und Linienrichter in Ruhe und ungestört über die Szene unterhalten. Was sie auch ausgiebig taten. Es dauerte und dauerte, auf den Rängen und dem Feld machte sich schon Unruhe breit. Doch irgendwann kehrte Eberle in die Mitte zurück, zeigte Hilzendegen die Gelbe und Mujagic die Rote Karte.