Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Warum die isländischen Nationaltrainer den Ex-Ludwigshafener David Schmidt so herzten

David Schmidt gab am Samstag sein drittes Debüt in der SAP-Arena.
David Schmidt gab am Samstag sein drittes Debüt in der SAP-Arena. Foto: KUNZ

Die SAP-Arena in Mannheim bleibt ein gutes Pflaster für David Schmidt. Dort feierte der einstige Handballer der Eulen Ludwigshafen am Samstag beim Test der deutschen Nationalmannschaft gegen Island (33:25) seine Premiere im Nationaltrikot. Schmidt wurde vor wenigen Tagen nachnominiert. In der SAP-Arena bestritt Schmidt auch im Trikot der Rhein-Neckar Löwen sein erstes Bundesliga- und Champions- League-Spiel. Jetzt will der 26 Jahre alte Linkshänder mit der Rückennummer 77 bei der Europameisterschaft den nächsten Schritt machen.

Gänsehautfeeling beim Einlauf und beim Abspielen der Nationalhymne?
Es war eine besondere Situation. Ich habe mir wenige Gedanken gemacht, aber es war wieder ein Neustart in meiner sportlichen Karriere. Erst Bundesliga, dann Champions League und jetzt Länderspiel, alles stets zum ersten Mal in der SAP-Arena.

Man hatte den Eindruck, Sie waren sehr angespannt, oder?
Ja. Ich war bis zum meinem Einsatz sehr nervös. Es ging ja ein kleiner Traum in Erfüllung, erstmals im DHB-Trikot auflaufen zu dürfen. Das hat sich aber mit dem Anpfiff gelegt. Eine gewisse Anspannung ist immer dabei und ist auch ein positives Zeichen.

Sind Sie jetzt erleichtert?
Ich bin echt froh, dass ich es hinter mir habe. Es war für mich eine ganz spezielle Situation. Eigentlich wäre ich am Samstag erst aus dem Urlaub zurückgekehrt. Nun stehe ich den Katakomben der SAP-Arena und habe mein erstes Länderspiel hinter mir.

Genau 22:33 Minuten dauerte Ihr Einsatz gegen Island. Sind Sie zufrieden?
Ich kann mit meinem Einsatz zufrieden sein. Mir sind nicht viele Fehler unterlaufen, ich war auch sehr fokussiert und habe versucht, das umzusetzen, was das Trainer-Team mir auf den Weg mitgegeben haben. Meine Mitspieler haben mich gut eingebunden. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit ihnen zusammen auf der Platte zu sein. Es lief positiv.

Man hatte den Eindruck, die Abläufe haben Sie schon gut verinnerlicht…
Da bin ich meinem Co-Trainer Erik Wudtke sehr dankbar. Er hatte mir ein Playbook erstellt, so dass ich die Möglichkeit hatte, mich zwischen den Trainingseinheiten mit den Abläufen zu beschäftigen. Nicht alles ist neu, aber die Abläufe haben zum Teil andere Namen oder die Taktik weicht etwas von dem ab, was ich kenne.

Beim Gang in die Kabine haben Sie Gudmundur Gudmundson und Tomas Svensson fest in den Arme genommen und Ihnen einige Worte zugesprochen. Ein kleiner Ritterschlag?
Ich habe mich darüber sehr gefreut. Es waren sehr persönliche und aufmunternde Worte. Denn Gudmundson und Svensson waren meine Trainer, die mir in der Saison 2012/13 die Chance gegeben haben, mein erstes Bundesliga- und Champions-League-Spiel zu bestreiten. Jetzt waren sie die Trainer des Gegners bei meiner Länderspiel-Premiere. Interview: Jochen Willner

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