Ludwigshafen Warten auf den Landesbetrieb

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Nichts Neues hat gestern eine Sondersitzung des Ortsbeirats Ruchheim zum Ausbau des Verkehrsknotens an den Landstraßen 524 und 527 und den Gewebegebieten „Am Römig“ auf Frankenthaler sowie „Nördlich A650“ auf Ludwigshafener Gemarkung gebracht. Ruchheimer, die sich vor noch mehr Verkehr im Ort durch neue Betriebe in Frankenthal fürchten, müssen sich noch bis mindestens zum 26. Januar gedulden.

Dann informieren Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) über die Ergebnisse von Verkehrssimulationen in und um Ruchheim und die daraus folgenden Konsequenzen, wie Joachim Magin, Bereichsleiter Stadtplanung der Ludwigshafener Verwaltung, den Ortsbeirat informierte. Die CDU hatte auf der Sondersitzung bestanden, weil sie sich vom LBM und der Stadt Frankenthal mit Blick auf wichtige Informationen übergangen fühlte, erklärte Eveline Teister-Loch. Unterstützung erhielt die Christdemokratin von der Grünen Jutta Kreiselmaier-Schricker: „Es kann nicht sein, dass wir aus der Presse von den Vorgängen erfahren.“ Stadtplaner Magin glättete die Wogen: Die Kommunikation mit Frankenthal sei etwas unglücklich gelaufen, räumte er ein. Aber die Nachbarstadt habe lediglich in ihren Haushaltsberatungen Kostenschätzungen für das Gewerbegebiet „Am Römig“ angestellt. Auch durch den dortigen Baustart von Kartoffel-Kuhn gebe es nicht mehr oder weniger Verkehrsprobleme als bisher. Der LBM arbeite an einer Gesamtplanung. Wenn diese Ende Januar im Bauausschuss und Ortsbeirat präsentiert werde, würden viele offene Fragen beantwortet. Informationen Kreiselmaier-Schrickers, wonach ein neuer Investor das Frankenthaler Gelände gekauft habe, auf dem sich zunächst die Metro ansiedeln wollte, bestätigte Magin nicht. Schließlich zeigte sich die Grüne überzeugt, dass das Frankenthaler Gewerbegebiet „Am Römig“ zwar nicht mehr zu verhindern sei, Ruchheim aber nicht im Verkehr versinken werde, weil der LBM vor weiteren Neuansiedlungen die Straßen ertüchtigen werde. Während Peter Eisenberg (SPD) für einen interkommunalen Vertrag zwischen Ludwigshafen und Frankenthal plädierte, sprach sich die Grüne dagegen aus: „Soll Frankenthal doch alles allein machen.“

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