Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV-Trainer mit dem richtigen Bauchgefühl

Aaron Schleidweiler trifft hier in der ersten Halbzeit zum 13:13 für die VTV Mundenheim gegen die HSG Pohlheim.
Aaron Schleidweiler trifft hier in der ersten Halbzeit zum 13:13 für die VTV Mundenheim gegen die HSG Pohlheim.

Mit einem 30:28 (14:14)-Erfolg im Aufsteigerduell über die HSG Pohlheim haben sich die VTV Mundenheim den ersten Sieg in der Dritten Liga gesichert. Eine Leistungssteigerung und das richtige Bauchgefühl des Trainers brachten den Sieg.

„Es gab eigentlich keinen Grund, den Torhüter zu wechseln, aber ich hatte das Gefühl, dass wir nochmal ein Zeichen brauchen“, erklärte VTV-Trainer Steffen Schneider. Er brachte im zweiten Durchgang Janik Kunz für Nico Klein und der dankte es ihm mit starken acht Paraden, profitierte dabei aber auch davon, dass die VTV nach dem Seitenwechsel deutlich besser deckten, vor allem den Ex-Friesenheimer Stefan Lex immer besser in den Griff bekamen.

Und weil nun auch der Angriff deutlich zuverlässiger und vor allem durchschlagskräftiger funktionierte, konnten sich die Mundenheimer bis eine Viertelstunde vor dem Ende im bis dahin engen Spiel mit drei Toren absetzen. Eine Vorentscheidung war das 22:19 (44.) per Siebenmeter von Max Schneider aber noch lange nicht. Pohlheim reagierte, nahm Rückraumschütze Simon Schleidweiler in enge Deckung und streute damit reichlich Sand in das Getriebe der Gastgeber, denen in der Folge acht Minuten lang kein weiterer Treffer mehr gelang. Erst Yannick Treiber beendete die Flaute, traf ebenfalls per Siebenmeter zum 23:23-Ausgleich (52.) und spätestens mit dem 28:25 (58.) schien das Spiel zu Gunsten der Gastgeber gelaufen zu sein.

Dank an die Zuschauer

Weit gefehlt. Pohlheim schlug ein weiteres Mal zurück, verkürzte vier Sekunden nach dem Mundenheimer Tor wieder auf zwei Treffer und hatte nach einem überhasteten Abschluss per Siebenmeter die Chance auf den Anschlusstreffer. Aber erneut war das Bauchgefühl des VTV-Trainers gefragt. Der schickte für den Strafwurf wieder Nico Klein zwischen die Pfosten und der verwirrte den bis dahin fehlerlosen Schützen Daniel Schier 84 Sekunden vor dem Ende, siegte im Nervenduell. Erneut Treiber und Marco Binnes sicherten mit ihren Toren in den Schlussminuten endgültig den Erfolg vor 300 Zuschauern.

Denen galt nach der Partie auch Schneiders spezieller Dank. „Die Mannschaft hat die Unterstützung von Außen heute gebraucht.“ Er blickt nun optimistisch auf die kommende Heimspielserie. „Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, dann können wir gegen jede Mannschaft in der dritten Liga zuhause etwas holen.“ Dafür müssen die VTV allerdings künftig auch von Beginn an auf Betriebstemperatur kommen. Gegen Pohlheim gab es leichte Startschwierigkeiten. „Wir haben erst nach zehn Minuten angefangen, besser zu verteidigen“, bemängelte Trainer Schneider. Nur mit dem 14:14, mit dem Pausenpfiff von Emanuel Novo erzielt, konnte er zufrieden sein.

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