Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV startet ins Abenteuer in Dritte Liga

VTV-Trainer Steffen Schneider sieht gute Voraussetzungen für den Verbleib in der Liga.
VTV-Trainer Steffen Schneider sieht gute Voraussetzungen für den Verbleib in der Liga.

Ausgerechnet bei Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf beginnt für Aufsteiger VTV Mundenheim am Samstag um 19 Uhr das Abenteuer Dritte Liga. Mundenheimer will sich im dritten Anlauf diesmal als Drittligist etablieren wollen.

Die Aussichten dafür sieht VTV-Trainer Steffen Schneider gar nicht schlecht. „Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Aufstiegen hat uns dieses Mal nicht unser bester Torschütze verlassen.“ Daniel Lanninger (2010) und Marcel Deege (2016) waren die Spieler, die es damals zu ersetzen galt, was nicht ausreichend gelungen war. So mussten die Mundenheimer jeweils wieder den Gang zurück in die Oberliga antreten.

Das könnte den VTV auch in dieser Spielzeit blühen. Am spielenden Personal sollte das aber diesmal nicht liegen, denn der Aufsteiger hatte bereits frühzeitig die personellen Weichen gestellt, nahezu den kompletten Kader an sich gebunden und punktuell verstärkt. „Personell sind die Voraussetzungen für den Klassenverbleib so gut wie noch nie zuvor“, sagte Schneider deshalb. Allerdings könnte der aktuelle Modus den Mundenheimern einen Strich durch die Rechnung machen. „Ich glaube, dass wir uns in einer normalen 16er-Staffel gut hätten halten können. In der aktuellen 14er-Staffel wird das aber ungleich schwerer.“

Gute Vorbereitung

Trotzdem gehen Schneider, Co-Trainer Andre Rebholz und der 17 Mann starke Kader einigermaßen optimistisch in die Saison. „Im Großen und Ganzen hatten wir eine gute Vorbereitung.“ Die Neuzugänge seien gut integriert und die konditionellen Grundlagen für den Abstiegskampf sind gelegt. Auch die sommerliche Schließung der Ludwigshafener Sporthallen wurde überbrückt. „Wir hatten zu Beginn der Ferien eine Woche trainingsfrei mit individuellen Einheiten. In der Woche zwei und drei waren wir in der Pfalzhalle in Haßloch, danach hatten wir ein Trainingslager in der Nähe von Baden-Baden und letzte Woche war der Osada-Cup in Viernheim“, zählte Schneider auf. Gerade das Vorbereitungsturnier in Viernheim sei dabei ein guter Gradmesser gewesen. Auf der einen Seite sind die Mundenheimer hier erstmals bis ins Finale eingezogen, andererseits ging eben dieses Endspiel gegen den ambitionierten TuS KL-Dannenberg deutlich verloren. „Da hat man deutlich gesehen, was Drittligahandball ausmacht“, so Schneider.

Wieder Verlieren lernen

Die größte Schwierigkeit liege in der Mentalität, denn nach einem Jahr, in dem die Mundenheimer praktisch ausschließlich Erfolge feierten, in der Oberliga von Sieg zu Sieg eilten, müssen sich Mannschaft und Trainer nun wieder an Niederlagen gewöhnen, ohne dass dabei Motivation und Stimmung leiden. „Wir haben schon in der letzten Saison nicht die Siege bewertet, sondern die Leistung. Wir haben dabei nie etwas schöngeredet.“

Ähnlich soll das auch in der kommenden Saison laufen. „Wir werden nur auf unsere Leistung schauen und die Saison mit einer Mischung aus Realismus und Pragmatismus angehen.“ Und dann werde auch das Trainerteam einen Ansatz finden, wie mit durchaus möglichen Niederlagenserien umgegangen wird. Klar ist für Schneider aber eines: „Wir freuen uns auf diese Saison.“ Und auch auf den Auftakt, wenn in Ferndorf sicherlich rund 1000 Zuschauer den Saisonbeginn verfolgen werden.

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