Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim fehlen vier Punkte zum Drittliga-Aufstieg

Steffen Schneider, Trainer der VTV Mundenheim, kann für die Dritte Liga planen.
Steffen Schneider, Trainer der VTV Mundenheim, kann für die Dritte Liga planen.

Nur noch vier Punkte trennen die Handballer der VTV Mundenheim von der Meisterschaft in der Oberliga. Beim souveränen 40:26 (21:11)-Erfolg gegen den TuS KL-Dansenberg erteilten die Mundenheimer den Gästen eine kleine Lehrstunde. Trainer Steffen Schneider bremste jedoch vorzeitige Euphorie.

„Natürlich können wir alle rechnen“, sagte Schneider nach den 60 weitgehend spannungsfreien Minuten. Um so wichtiger sei es, den Fokus auf den anstehenden Aufgaben zu halten und sich nicht an möglichen Szenarien zu beteiligen. „Wir konzentrieren uns Woche für Woche auf das nächste Spiel“, nannte der VTV-Trainer die Herangehensweise.

Daran tat er gut, denn beispielsweise vor dem Spiel gegen Dansenberg gab es gleich eine ganze Menge Faktoren, die keineswegs für einen „Sieg im Vorbeigehen“ sprachen. Da war zunächst einmal die zu diesem Saisonzeitpunkt ungewohnt lange Pause von drei Wochen. „Es war unser Ziel, dass wir gleich wieder gut ins Spiel kommen“, sagte Schneider. So gingen die Gäste durch Henry Hofmann zwar mit 1:0 in Führung (2.), in der Folge spielten aber nur noch die VTV, die sich vom 7:6 (12.) innerhalb von fünf Minuten fast schon vorentscheidend auf 13:6 (13.) absetzten.

Spaß geht in der zweiten Halbzeit etwas flöten

Zweiter „Unsicherheitsfaktor“ war die Aufstellung der Dansenberger-Drittliga-Reserve. Immerhin war die Begegnung im Dezember noch das Spitzenspiel der Oberliga, mussten die VTV beim bärenstarken Zweiten antreten. Aber auch diese Sorge war unbegründet. Die Aufstellung des TuS war nicht mehr mit dem der Mannschaft vergleichbar, die sich drei Monate lang in die Spitzengruppe der Oberliga geschossen hatte. „Uns fehlen gerade acht, neun Stammspieler“, bat Gästetrainer Sebastian Wächter um Verständnis. So setzten sich die VTV bis zur Pause nahezu mühelos ab. Auch funktionierte der Abwehrverbund im Zusammenspiel mit Torhüter Janik Kunz. Und dann zeigten die Mundenheimer im Angriff gleichermaßen Spielfreude und Durchschlagskraft und erfüllten damit die Trainervorgabe: „Ich wollte, dass man der Mannschaft den Spaß am Handball ansieht.“

Schneider konnte deshalb auch damit leben, dass besagter „Spaß“ sich im zweiten Abschnitt vor allem auf die Offensive beschränkte. „Bei so einem klaren Spielverlauf ist es schwer, die Konzentration in der Deckung über volle 60 Minuten beizubehalten.“ Zwischen den Zeilen schimmerte dabei aber durch, dass ihm die 15 Gegentreffer in Abschnitt zwei doch ein bisschen zu viel waren. Letztlich aber eine Kritik auf ganz hohem Niveau, denn insgesamt erledigten die VTV die Aufgabe mit der Konzentration und Ernsthaftigkeit, die Schneider von seinem Team im Saisonendspurt sehen wollte. „Jetzt konzentrieren wir uns auf das Spiel nächste Woche in Mülheim“, so die einfache Ansage des Trainers. Ganz ohne Rechnen.

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