Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV leisten sich zu viele Fehlwürfe

Yannick Treiber kommt für die VTV gegen Hanau zu einem Treffer.
Yannick Treiber kommt für die VTV gegen Hanau zu einem Treffer.

Die 27:31 (14:16)-Niederlage der VTV Mundenheim gegen die HSG Hanau tat weh. Immerhin wäre auch in diesem Spiel mehr drin gewesen. So bleibt nach vier Heimspielen in Serie lediglich die Ausbeute von zwei Siegen und zwei Niederlagen.

„Wir wussten, dass es hier ein intensives und emotionales Spiel wird. Wir sind glücklich mit den beiden Punkten“ – die Aussage von Gästetrainer Hannes Geist unterstrich den Respekt, den sich die Mundenheimer schon nach fünf Partien in der Dritten Liga erspielt haben. Er nannte das gute Überzahlspiel seiner Mannschaft als Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben die Phasen mit 6:2 Toren gut ausgenutzt.“ Er hätte auch das Tempospiel aufzählen können, denn das Umschaltspiel der Hanauer war das schnellste, das bislang im Schulzentrum zu sehen war.

Unnötiger Rückstand zur Pause

VTV-Trainer Steffen Schneider suchte den Grund für die Niederlage aber nicht beim Gegner oder dem nicht immer konsequenten Schiedsrichtergespann Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke, die sich sicher nicht als Heimschiedsrichter verdächtig machten. Viel lieber verwies auch er auf die Zahlen: „Wir hatten 15 technische Fehler und 16 Fehlwürfe. Das sind 31 Angriffe ohne Torerfolg.“ Insgesamt zu viel, um die zwar einerseits jungen aber doch schon routinierten Hanauer in Verlegenheit bringen zu können. Dabei hatte alles so gut für die Mundenheimer begonnen. Nach dem 5:5 (11.) erspielte sich Hanau zwar zunächst einen leichten Vorteil, aber die Gastgeber, bei denen Tom Schneider in der Rückraummitte Regie führte, drehten den 5:8-Rückstand (14.) innerhalb von sechs Minuten in einen 12:9-Vorsprung. Was folgte war eine Fehlerkette bis zur Pause und ein unnötiger, weil selbstverschuldeter Zwei-Tore-Rückstand.

Hanau legt ständig vor

Dem liefen die Mundenheimer in der gesamten zweiten Hälfte hinterher. Das 16:16 durch Simon Schleidweiler, mit acht Treffern erneut bester Schütze seiner Mannschaft, war der letzte Ausgleich. Hanau legte ständig vor. Immerhin: Die Gastgeber kämpften, gaben sich nie auf. Auch nicht nach dem 19:24 (44.), als viele Zuschauer die Partie innerlich schon abgehakt hatten. Zwei Minuten später verkürzte Rouven Müller wieder auf 22:24. Ihm und Tom Schneider galt ein Sonderlob des Trainers.

Mehr aber auch nicht. Yannick Treibers 27:29 (58.) war der letzte Hoffnungsschimmer. Auch, weil Aaron Schleidweiler in der Folge zwei Mal völlig frei vergab. „Letztlich verlieren wir das Spiel mit unseren Fehlwürfen selbst“, bilanzierte Treiber. Trainer Schneider nahm trotzdem das Positive aus der Niederlage mit: „Sie zeigt, dass wir in diese Liga gehören.“ Allerdings müssen die Mundenheimer für eine Siegchance in jeder Partie an ihrem oberen Limit spielen. „Das ist uns gegen Hanau nicht gelungen.“

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