Ludwigshafen Vorzeitig Meister

NEUHOFEN. Nach der Saison ist immer auch vor der Saison. Denn kaum hatte Badminton-Rheinland-Pfalzligist TuS Neuhofen die Runde als Meister abgeschlossen, gab es bereits erste Gespräche über eventuelle Neuverpflichtungen. Bei Mannschaftsführer Timo Kettner laufen derzeit alle Fäden zusammen.
Die erste Mannschaft des TuS Neuhofen spielte eine überragende Saison, sicherte sich bereits Anfang März den Titel und darf seitdem für die Oberliga planen. Zum Abschluss gab es zwei Unentschieden, doch da war längst alles gelaufen. Die TuS-Cracks verbuchten zehn Siege, drei Remis und eine Niederlage, während für Verfolger Hütschenhausen zehn Siege und vier Niederlagen notiert waren. „Unser erklärtes Ziel war der Aufstieg – von Anfang an. Dass nun wirklich alles so reibungslos verlaufen ist und wir bereits zwei Spiele vor Ende als Meister feststanden, ist optimal“, freute sich Kettner, der im Einzel als einziger Spieler in der gesamten Liga alle Spiele in dieser Saison gewann. Mit der Rückkehr von Nadine Schermer waren die Neuhofener auf allen Positionen gut aufgestellt. Ihre Stärke: die Ausgeglichenheit des Teams. „Es ist wichtig, nicht von vornherein verlorene Punkte auf diversen Positionen zu haben, sondern überall punkten zu können. Das hat uns stark gemacht“, unterstrich der Kapitän. Neuhofen kam ohne nennenswerte Krankheiten und Verletzungen durch die letzten Monate. „Und unsere Verfolger haben sich untereinander die Punkte genommen“, sagte Kettner. Zunächst sei einmal der Klassenerhalt in der Oberliga das erklärte Ziel. „Sollten wir uns aber personell hier und da noch verstärken können, kann man vielleicht oben ein Wörtchen mitreden“, erklärte Kettner. Die Oberliga sei momentan sehr ausgeglichen. Es gebe auch keinen Überflieger, betonte er. Unter anderem treffen die Neuhofener in der nächsten Saison auf drei Vertreter aus der Pfalz: BSC Fischbach, BSG Neustadt und Post SV Ludwigshafen. „Jetzt heißt es erst mal wieder hart trainieren und nicht verletzen“, machte Kettner deutlich. Das Team wird zusammenbleiben, ergänzt durch eine weitere Dame und einen Herren, um bei etwaigen Verletzungen abgesichert zu sein. Der TuS Neuhofen wird nicht zum ersten Mal in der Oberliga vertreten sein. Bereits in der vorletzten Saison spielte er dort, da er als Vizemeister der Rheinland-Pfalzliga kurzfristig nachgerückt war. „Leider stand diese Entscheidung erst so spät fest, dass uns schon zwei Damen verlassen hatten und wir mit einer Bilanz von 0:16 in den Dameneinzeln, 1:15 in den Mixed und 5:11 in den Damendoppeln wegen eines Punktes abgestiegen sind“, sagte Kettner. Das soll dieses Mal nicht wieder passieren. (kia)