Ludwigshafen Von Metropol bis Leerstand

Placeholder-Image

Oberbürgermeisterin Eva Lohse hat vergangene Woche einen Gesprächsabend der Kolpingfamilie Oggersheim besucht. Rund 50 Besucher waren ins Pfarrzentrum gekommen, um Fragen zur Stadtentwicklung zu stellen. Lohse lobte das Engagement der Oggersheimer bei der Integration der Flüchtlinge, etwa im Café Welcome. Sie zerstreute Bedenken, wonach Wohnsitzauflagen verfassungswidrig seien. Es gehe hier eher darum, dezentrale Ballungsgebiete von Flüchtlingen zu vermeiden. In Sachen BASF-Hochhaus verteidigte sie die Entscheidung der BASF, im Moment nicht neu zu bauen. Das bedeute nicht, dass das Thema ganz vom Tisch sei. Der Architektenwettbewerb für ein neues Hochhaus sei nicht ohne Grund durchgeführt worden, betonte Lohse gegenüber Besuchern, die ihr Bedauern über die Entscheidung des Chemieunternehmens kundgetan hatten. Beim Thema Stadtentwicklung äußerte sie sich unter anderem zum Bau des Büro- und Geschäftsgebäudes Metropol am Berliner Platz. Eine Nutzung als reiner Platz oder Park hätte die Sicherheit vor Ort nicht unbedingt gefördert, sagte sie zu Fragen nach Alternativen zum Bau. Die Leerstände in der Innenstadt machte sie unter anderem am recht hohen Mietpreis von bis zu 25 Euro pro Quadratmeter fest. Das sei aber auch in anderen Städten ein Thema. Überrascht zeigte sich Lohse über den Widerstand beim geplanten Polizeipräsidium. Für sie sei das ein Sicherheitsfaktor in der Nachbarschaft. Als einziges Oggersheimer Thema wurde von Besuchern moniert, dass nachts keine Polizeistreifen mehr vor Ort seien. Diese Information war neu für Lohse. Sie verwies allerdings bei dieser Sache ans Land. Die Idee zu dem Abend mit Eva Lohse hatte Günter Reichard, Leiter der Kolpingmusikkapelle und Vorstandsmitglied der Kolpingfamilie. (flor/Foto: Kunz)

x