Ludwigshafen Von Klassik bis Pop gespielt von Jung und Alt

Das Jugendorchester ist die Nachwuchsschmiede der Kapelle.
Das Jugendorchester ist die Nachwuchsschmiede der Kapelle.

«Mutterstadt.»Musiker jeden Alters und Musik fast jeden Genres, so kann der Serenaden-Abend zusammengefasst werden, an dem diverse Ensembles der Mutterstadter Blaskapelle spielten. Das besondere Konzert am Freitag im Palatinum war sehr gut besucht.

Die Gäste erwartete zunächst der Vorsitzende Peter Reinartz, der nicht müde wurde, die Werbetrommel für die Blasmusik zu rühren. Im Orchester gab er dann mit der Tuba die ganz tiefen Töne an. Seine Frau Elke dagegen war mit ihrer Oboe bei den Hochtönern vertreten. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch im fortgeschrittenen Lebensalter noch ein Instrument erlernen und in einer Kapelle spielen kann – selbst die Oboe, ein recht schwieriges Instrument. So ist das Jugendorchester die Nachwuchsschmiede für das Blasorchester, das Wiedereinsteiger und auch Anfänger jeden Alters integrieren kann. Eine der Jüngeren ist Leonie Läser (11), Sie spielt seit zwei Jahren Querflöte und schätzt am Orchester, „dass man nicht alleine spielen muss“. Den Auftakt zur Serenade machte das Trompetenensemble mit dem Triumphmarsch aus „Aida“. Dann ging es im flotten Wechsel von Orchester und Ensembles durch die musikalische Landschaft. Auf den Choral „Nun ruhen alle Wälder“ und „Caro Mio Ben“ folgte Mozarts Allegro, das das Flötenensemble intoniert. Ausdrucksstark wurde auch „Amazing Grace“ gespielt, dabei bildeten die kräftigen tiefen Töne der Blechbläser einen schönen Kontrast zur Melodiestimme. Bestens kam beim Publikum sowie bei den jungen Musikern „Cool Blues“ und „Latin Fire“ an. Die poppigen Arrangements ließen den Funken schnell überspringen. Schöne Klangeffekte im Bigband-Sound machten Lust auf mehr. Doch zunächst sollte das Ensemble des tiefen Blechs mit dem „Jägerchor“ aus dem Freischütz bezaubern. Zu guter Letzt spielte das durch alle Musiker verstärkte Orchester auf. Ein Höhepunkt war „L’Arlésienne“ von George Bizet. Musiziert wurde unter der Leitung von Thomas Zelt. Durch den Abend moderierten – ganz charmant – Nina Geib und Glorie Biello. „Schön ist das Zusammenspiel von Jugend und gesetztem Alter“, urteilte später Franziska Kümmerle, eine Besucherin aus Limburgerhof.

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