Ludwigshafen Von der Blüte zum Apfel

Haben am Erntedankgottesdienst mitgewirkt (von links): Felizitas Kasper, Klara Rennholz und Felix Sesing.
Haben am Erntedankgottesdienst mitgewirkt (von links): Felizitas Kasper, Klara Rennholz und Felix Sesing.

«Waldsee.» So voll ist die katholische Kirche in Waldsee ansonsten höchstens an Weihnachten. Viele junge Familien sind in die vom Obst- und Gartenbauverein geschmückte Kirche zum Erntedankgottesdienst gekommen. Die Kinder der katholischen Kindertagesstätte, zwei Kinderchöre und die Firmlinge haben dazu beigetragen, dass es ein schönes Fest wurde.

Zwei Kinder und ein Jugendlicher, die in den Gottesdienst eingebunden waren, erzählen, was ihnen gefallen hat und warum Erntedank wichtig ist. Klara Rennholz (5) hat mit ihrer Kindergartengruppe in einem Theaterstück gezeigt, was nötig ist, damit aus Apfelblüten Äpfel werden. „Ich war eine Apfelblüte zusammen mit meiner Freundin. Wir haben das im Kindergarten und in der Kirche geprobt. Ich habe schon vorher gewusst, dass man Regen und Sonne braucht, wenn ein Apfel wachsen soll. Dass man auch Wind braucht, habe ich nicht gewusst“, sagt Klara. In einem Stuhlkreis haben sich die Kinder im Kindergarten über Erntedank unterhalten, wobei eine Schüssel mit Obst und Gemüse griffbereit stand, teilt sie mit. Felizitas Kasper (8) hat im Kinderchor „One Voice“ gesungen. „Mir hat es gefallen, dass alles so schön dekoriert war und so viele Leute da waren. Besonders schön fand ich die Predigt von Dekan Aschenberger mit der Maus Klara, in der die Maus erklärt, wie aus einem kleinen Apfelkern so ein großer Apfelbaum wachsen kann“, erzählt sie. „Es ist schon gut, dass wir Erntedank feiern. Der liebe Gott schenkt uns gute Sachen. Wir haben immer etwas zu essen. Aber es gibt auch viele Leute, die nichts zu essen haben. Es gehört schon dazu, dass man auch an die denkt“, ist Felizitas überzeugt. Felix Sesing (14) ist Messdiener und bereitet sich auf seine Firmung vor. „Es lohnt sich schon, sich über das Thema Erntedank Gedanken zu machen. Man denkt ja immer, es ist selbstverständlich, dass wir hier alles kaufen können, aber das ist es nicht“, sagt er. Ihm haben das Spiel der Kindergartenkinder und das Halleluja, das der Kinderchor gesungen hat, besonders gut gefallen. „Nach dem Gottesdienst gaben wir Firmlinge Kuchen gegen eine Spende ab. Das Geld bekommt der Wünschewagen des ASB, der todkranken Menschen einen letzten Wunsch erfüllt“, berichtet Felix.

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