Ludwigshafen Vier fixe Termine und viele Ideen

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Schifferstadt. Seit 20 Jahren organisiert Walter Hoock (83) Monat für Monat die Senioren-Veranstaltungen der Kolpingsfamilie Schifferstadt. Die Ideen dafür gehen ihm auch nach so langer Zeit nicht aus und es sind nicht immer nur die Senioren, die sich davon angesprochen fühlen. Für das Jubiläumsjahr hat er eine Busreise nach Bad Wildungen am Edersee geplant.

Seit 1977 bietet die Kolpingsfamilie Schifferstadt jedes Jahr Herbstfahren an. „Wir haben ganz Europa abgeklappert. Das waren sehr interessante Fahrten“, erzählt Walter Hoock. „Als wir dann langsam ins Pensionsalter kamen, hat man mich dazu bestimmt, monatliche Veranstaltungen für Senioren zu organisieren.“ Es sei ja nicht so gewesen, dass er sich um diese Aufgabe gerissen habe, schließlich war er zu dem Zeitpunkt schon seit fast 30 Jahren Schriftführer der Kolpingsfamilie. Als der ehemalige Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt Schifferstadt in Rente ging, hat er sich ausbedungen, erst einmal ein Jahr Urlaub machen zu dürfen. Aber dann hat er losgelegt und ein Jahresprogramm zusammengestellt. Begonnen hat es mit einer Führung durch den Betrieb Industrielackierungen Stahl in Schifferstadt. „Ich wollte nicht gleich in die Ferne schweifen“, sagt der 83-Jährige. Später kamen Besichtigungen anderer Betriebe, Städte, Schlösser, Gotteshäuser, Kunstwerke und vieles mehr dazu. Im Laufe der Jahre kristallisierte sich langsam eine Tradition heraus. Vier Termine sind für jedes Jahr fix: Im Januar begeben sich die Kolping-Senioren auf Krippenfahrt. Dieses Jahr waren sie auf einer Krippen-Ausstellung im Kloster der Steyler Missionare in St. Wendel. Im Februar sind sie jedes Jahr bei Klaus Stahl eingeladen und schauen sich unter anderem Filme von Veranstaltungen des vergangenen Jahres an. Im März verbringen sie mit Pfarrer Georg Müller einen besinnlichen Nachmittag. Nicht fehlen darf der Weihnachtsmarktbesuch im Dezember. Dieses Jahr geht es nach Gengenbach im Kinzigtal. Bleiben noch acht Monate im Jahr, für die sich Walter Hoock etwas Besonderes einfallen lassen muss. Die Ideen bekommt er oft aus der RHEINPFALZ. „Ich schneide mir interessante Artikel aus. Ich habe schon einen ganzen Ordner voll“, erzählt er. Auch auf die Planwagenfahrt, die er im Juni in Germersheim anbietet, ist er auf diese Weise aufmerksam geworden. Außerdem ist er in Kontakt mit dem Südwest-Rundfunk und er wälzt Reiseführer und Kunstbücher. Zur Organisation gehört für Walter Hoock viel Telefonieren. Einen Computer besitzt er nicht. Wenn er tatsächlich mal Informationen nicht auf die althergebracht Art und Weise bekommt, helfen seine Töchter mit einer Internetrecherche aus. Für dieses Jahr hat er eine Jubiläumsfahrt geplant. Sie geht vom 15. bis 20. Mai an den Edersee in Hessen. Untergebracht sind die Gäste in einem Kur-Hotel mitten in Europas größtem Kurpark in Bad Wildungen. Auf dem Programm steht eine Rundfahrt auf dem Ederstausee und Rundfahrten durch das Waldecker Land und den Harz. „Wir haben noch Plätze frei. Jeder, der Interesse hat, ist willkommen“, sagt Hoock. In den vergangenen 20 Jahren habe sich einiges verändert. „Wir sind alle älter geworden, viele sind inzwischen gestorben, es ist manchmal nicht mehr so einfach, die Busse voll zu bekommen“, sagt Hoock. Die älteste aktive Teilnehmerin ist inzwischen 93 Jahre alt. Es fahren aber auch immer wieder mal jüngere Leute mit. „Mich freut es, Leute begrüßen zu dürfen, die erst noch in unser Alter kommen möchten“, sagt Hoock. In den Anfangsjahren sei man noch viel zu Fuß unterwegs gewesen. Inzwischen achtet Hoock darauf, dass die Teilnehmer viel vom Bus aus zu sehen bekommen. Auch Senioren, die einen Rollator benötigen, können teilnehmen. „Wichtig ist ja für die Leute auch, dass sie sich unterhalten können und die Einkehr darf auch nicht fehlen.“

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