Interview
„Verstehe die Zurückhaltung mancher Vereine nicht“
Die erste Phase des BASF-Spendenprojekts ist abgelaufen. Wie viele Vereine haben sich denn beworben?
Von den im Ludwigshafener Sportverband organisierten 139 Sportvereinen haben sich 24 Klubs unterschiedlichster Größe aus den unterschiedlichsten Sportarten mit den unterschiedlichsten Projekten beworben. Unsere fünfköpfige Jury unter Vorsitz unserer Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, die auch Sportdezernentin ist, hat sich jeden Antrag hinsichtlich Art und Größe des jeweiligen Projekts angeschaut und nach vorgegebenen Kriterien bewertet. Zu denen Kriterien gehörten unter anderem Nachhaltigkeit, Umwelt, Integration/Inklusion. Berücksichtigt wurden auch durch die Corona-Pandemie entstandenen finanziellen Probleme. 23 Klubs wurden nun gefördert.
23 Vereine, das ist aber nicht sehr viel. Warum nutzen so wenige der 139 Klubs in der Stadt die Chance, in der Corona-Krise an Geld zu kommen?
Als langjähriger Vereinsvorsitzender verstehe ich die Zurückhaltung mancher Vereine nicht. Wenn ein Verein zurzeit kein Projekt anstehen hat, kann er natürlich keine Unterstützung fordern. Aber gerade jetzt, wo bei vielen Vereinen die Einnahmen wegbrechen und Mitglieder verloren gehen, müsste jeder Klub für jegliche Unterstützung dankbar sein oder sich zumindest darum bemühen.
Wie geht es jetzt weiter?
Jetzt beginnt eine zweite Ausschreibungsphase des BASF-Sportspendenprojekts. Diese endet am 30. Juni. Sportvereine, die sich bis jetzt nicht beworben haben, eine Förderung aus dem noch vorhandenen BASF-Sportspendenprojekt-Topf zu bekommen, können sich nun bewerben. Eine Checkliste zur Antragsstellung finden die Vereine auf der Website des Ludwigshafener Sportverbandes unter www.ludwigshafener-sportverband.de. Neben dem eigentlichen Antragsschreiben ist ein gültiger Nachweis der Gemeinnützigkeit erforderlich.