Fußball Verbandspokal: Wie die Arminia sich bei der SG Rieschweiler durchsetzt
Im Vorfeld der Pokalpartie hatte Arminias Interimstrainer Matteo Monetta vor Rieschweilers Offensive gewarnt. Am späten Mittwochabend sah er sich nach dem Spiel darin bestätigt, auch wenn Björn Hüther, Trainer der Gastgeber, bei der 0:3 (0:0)-Pokalniederlage eine etwas andere Sturmreihe als üblich auf den Platz geschickt hatte. Angreifer Simon Hauk, der die Landesliga-Torjägerliste mit acht Treffern anführt, nahm nur auf der Bank platz. „Simon quält sich dem Oberschenkel, er war eigentlich keine Option für heute, nur für den Notfall“, erklärte Hüther auf Nachfrage.
Der „Notfall“ trat nicht ein und die Alternative zu Simon Hauk war mit dem ehemaligen Fußballprofi Erik Durm wahrlich keine Schlechte. Zusammen mit dem sehr gut aufgelegten Finn Kettenring und dem Einsatzfreudigen Sven Mayer bildete Durm eine sehr agile Angriffsreihe, die durch viele Rochaden die Gäste vor einige Probleme stellte. Bereits in Spielminute neun ging ein Raunen von den gut 200 Zuschauern über den Kunstrasenplatz an der Dicken Eiche, als eben jener Kettenring Peter Klug im FC-Gehäuse zum ersten Mal prüfte.
Monetta treibt an
Monetta trieb seine Jungs immer wieder lautstark zum: „Anlaufen, anlaufen, mehr machen“, an. Die Kontrolle über das Spielgerät nahm bei Ludwigshafen zwar zu, jedoch spielte sich vieles im eigenen linken Halbfeld und somit im gefahrlosen Bereich für den Landesligisten ab. Das vorherrschende Mittel des FC, um in Strafraumnähe zu gelangen, waren Diagonalbälle auf einen einlaufenden Außenstürmer, der wiederum versuchte, das Leder zu einem Mitspieler abzulegen. Mit den noch vollen Krafttanks und dadurch sehr aufmerksam, durchschaute das SG-Team diese Vorgehensweise regelmäßig. Gleichwohl setzten sie immer wieder Nadelstiche. Je nach Blickwinkel konnte oder musste sich Keeper Klug mehrmals auszeichnen, um den Rückstand zu verhindern. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es eine offene Partie. Auch SGR-Torhüter Marius Käppler bekam mehr zu tun. Mit dem leistungsgerechten torlosen Unentschieden ging es in die Pause.
In der 51. Minute schlug dann doch die Qualität der Arminia durch. Der dribbelstarke Yassin Memokoh tankte sich über rechts durch und fand von der Grundlinie aus den treffsicheren Sebastian Beikert (52.) als Abnehmer seiner flachen Hereingabe. Rieschweiler schockte dies nicht, zu gut hatten sich das Team bis dahin verkauft. Pech hatte SG-Spielführer David Wagner, der einen Kopfball an den Pfosten (59.) setzte. Monetta brachte mit Martin Amoako eine frische und letztlich auch spielentscheidende neue Kraft. Eine Unachtsamkeit von Jonah Wohlgemuth bestrafte Amoako auf dem Fuß und erhöhte zum 0:2 (72.). Nach einer Passstafette über mehrere Positionen legte er nur vier Minuten das 0:3 zum letztlichen Endstand nach.
Selten ein Unterschied
„Es ist eine Phrase, aber im Pokal ist das einzige Ziel, die nächste Runde zu erreichen. Die Aufgabe haben wir angenommen und erfolgreich erledigt“, fasste Monetta zusammen. Mit der letztlich engen Kiste habe er sogar gerechnet. „Wir haben versucht, Kontrolle zu haben, im ersten und zweiten Drittel ist uns das gelungen, im letzten Drittel sind wir zu ungefährlich.“ Über sein Händchen, mit dem eingewechselten Doppeltorschützen alles richtig gemacht zu haben, war er natürlich glücklich. „Ich hatte Martin Amoako gesagt, er soll das Spiel zu unseren Gunsten fertig machen, dass das dann so gut funktioniert hat, ist super. Die Tore und der Sieg tun uns in der jetzigen Phase gut und geben sicherlich Auftrieb.“
Spielführer Ricardo Antonaci war im Groben zufrieden. „Rieschweiler hat es sehr gut gemacht auf ihrem engen Platz, das war ein Vorteil für sie. Mir war klar, dass es hier schwer für uns wird und wir das Spiel nicht komplett dominieren. Es war selten ein zwei Klassenunterschied zu sehen, am Ende war es vielleicht ein Tor zu hoch. Peter Klug hält uns bei einigen Riesendingern von Rieschweiler im Spiel, aber der Sieg geht auch in Ordnung.“ Nach dem Einzug ins Achtelfinale des Verbandspokals geht es für die Arminia am kommenden Samstag, ab 14 Uhr, in der Meisterschaft im nächsten Heimspiel gegen den FC Emmelshausen-Karbach weiter.