Ludwigshafen Unfallzahlen leicht gestiegen

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Im Stadtgebiet Ludwigshafen sind die Verkehrsunfallzahlen im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Registriert wurden insgesamt 6437 Unfälle. Das sind 116 Unfälle mehr als 2014 (plus 1,6 Prozent). Hauptunfallursache war zu geringer Abstand. Das hat das Polizeipräsidium gestern mitgeteilt.

Laut Unfallstatistik kamen im vergangenen Jahr zwei Menschen auf Ludwigshafener Straßen ums Leben, das ist ein Verkehrstoter weniger als ein Jahr davor. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der bei Unfällen schwer verletzten Personen: 89 Fälle sind aktenkundig geworden, das sind 36 Fälle weniger als im Vorjahr und entspricht einem deutlichen Rückgang von knapp 29 Prozent. Die Zahl der Leichtverletzten ist um 22 auf 648 Fälle gestiegen (plus 3,5 Prozent). Nach Angaben der Polizei sind die meisten Unfälle durch zu geringen Abstand verursacht worden. Auffahrunfälle sind mit 1713 Fällen die häufigste Unfallart. Offenbar gibt es in Ludwigshafen weniger Raser, denn die Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit ist deutlich weniger häufig vorgekommen als im Vorjahr. In der Statistik sind 287 Fälle aufgeführt, im Vorjahr waren es noch 421 Unfälle gewesen. Alkohol oder Drogen haben im vergangenen Jahr öfters eine Rolle gespielt: Die Polizei hat 93 Unfälle registriert, bei denen die Fahrer zu tief ins Glas geschaut hatten. Das entspricht einer Zunahme von 22 Unfällen (plus 31 Prozent). Auch die Zahl der Unfallbeteiligten, die unter Drogeneinfluss standen, ist von zwei auf 17 Personen gestiegen. Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, sind mit 91 Fällen auf dem gleichen Niveau wie 2014 geblieben. Zehn Kinder wurden dabei schwer und 68 leicht verletzt. Die meisten Unfälle ereigneten sich, wenn Kinder Mitfahrer im Auto ihrer Eltern waren. Oft sind die Kinder nur unzureichend gesichert, wie Kontrollen zeigen. Auf dem Schulweg sind Kinder nur fünfmal Opfer eines Unfalls geworden. Ein weiterer Trend: Senioren sind immer häufiger an Unfällen beteiligt. Die Polizei hat 1132 entsprechende Fälle registriert, 35 mehr als im Vorjahr. Die beiden Todesopfer in der Verkehrsunfallbilanz gehören auch zu dieser Altersgruppe. Die gestiegenen Zahlen dürften aber teils auch auf den gestiegenen Seniorenanteil in der Bevölkerung zurückzuführen sein. Bei Unfällen mit Radlern sind die Zahlen rückläufig, möglicherweise haben die verstärkten Kontrollen der Polizei im vergangenen Jahr Wirkung gezeigt. Registriert wurden 284 Unfälle, 32 weniger als im Vorjahr. Fast gleichgeblieben ist die Zahl der Unfallfluchten (1639 Fälle). Die Aufklärungsquote lag bei 49 Prozent. (mix)

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