Ludwigshafen Unbeschwert gegen die „Übermannschaft“ der Liga

LUDWIGSHAFEN. Die beiden A-Ligisten Alemannia Maudach und Titelverteidiger SV Ruchheim bestreiten am Ostermontag, 16 Uhr, auf dem Sportplatz von Eintracht Lambsheim das Pokalfinale des Fußball-Kreises Rhein-Pfalz. Erstmals seit vier Jahren stehen damit wieder zwei Mannschaften aus dem alten Fußballkreis Ludwigshafen im Endspiel.
Die Maudacher haben vor drei Jahren das Endspiel gegen Hertlingshausen 2:1 gewonnen. Damals waren allerdings die A-Ligisten noch im inzwischen eingestellten Bezirkspokal dabei. „Das war ein sehr schönes Erlebnis. Auch 2012 fand das Finale in Lambsheim statt, was vielleicht ein gutes Omen ist“, erinnert sich Alemannia-Trainer Dietmar Wenzel. Realistisch betrachtet, sind die Chancen des Aufsteigers dieses Mal allerdings deutlich geringer. „Wir sind der krasse Außenseiter, Ruchheim hat eine Übermannschaft“, betont Wenzel. Diese Befürchtung stützt der wahrscheinliche Ausfall von Torwart Dennis Demczuk, der aus beruflichen Gründen passen muss. „Ihn wird Marcel Biesold aus der A-Jugend ersetzen. Er hat bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, baut der Coach auf seine Nummer zwei. Die Generalprobe der Maudacher gegen Arminia Ludwigshafen II fiel ins Wasser, weil die Gäste wegen Personalmangels absagten. Trotz der Stärke des SVR hat Wenzel keine Probleme, sein Team zu motivieren. „Für uns ist das Finale das Spiel des Jahres. Da wollen alle dabei sein und jeder wird brennen“, ist der Trainer sicher. In Ruchheim sieht das etwas anders aus. „Unser großes Ziel ist der Aufstieg, und da kommt uns die derzeitige Durststrecke der TSG Eisenberg gerade Recht“, verdeutlicht Coach Ralf Wieandt. Siegt seine Mannschaft heute Abend im Nachholspiel gegen FC Arminia Ludwigshafen II, dann beträgt der Vorsprung auf den Zweiten elf Punkte. Das Endspiel genießt zwar keinen allzu großen Stellenwert, „doch wenn man in einem Finale steht, dann will man es auch gewinnen“, räumt Wieandt ein. So wie im Vorjahr, als der SV Weisenheim im Endspiel 2:0 geschlagen wurde. Allerdings wird der Ruchheimer Trainer kein Risiko eingehen und angeschlagene Akteure schonen. Für Dirk Hilzendegen (Kreuzbandzerrung) ist das Finale kein Thema. „Gut, dass wir vor der Saison darauf Wert gelegt haben, den Kader zu verbreitern. Das hat sich schon bezahlt gemacht. Verletzungen lassen sich jetzt besser kompensieren“, erklärt Wieandt. Der 6:3-Sieg im Punktspiel sei kein Maßstab und spiele keine Rolle. Vielleicht aber die tolle Runde der Ruchheimer. Von 31 Pflichtspielen hat der SVR nur eins verloren – im Verbandspokal gegen den Regionalligisten Wormatia Worms. (thl)