Ludwigshafen Tribut zum Muttertag

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Zum Muttertagskonzert in Limburgerhof brachte Volker Bengl diesmal seine Schwester mit, die Sopranistin Ulrike Machill. Der aus Mutterstadt stammende Tenor ist ein wirklicher Star. Populär machten ihn zahllose Konzerte im In- und Ausland und seine Auftritte im Fernsehen. In die Pfalz kehrt der inzwischen in Oberbayern lebende Sänger aber immer gerne zurück. Im voll besetzten Kultursaal begeisterte er das Publikum mit seiner großartigen Stimme und seinem Charisma.

Es waren die Aufnahmen von Rudolf Schock im elterlichen Plattenschrank, die Volker Bengl dazu bestimmt haben, Sänger zu werden. Er studierte Gesang an der Mannheimer Musikhochschule und hatte das Glück, noch einer der ganz wenigen Schüler von Rudolf Schock selbst zu werden. Bei Engagements an den Opernhäusern in Saarbrücken und am Münchner Gärtnerplatztheater konnte er in zahlreichen Opern- und Operettenrollen glänzen. Den großen Erfolg hatte er aber mit dem Repertoire, mit dem er ganz in die Fußstapfen seines Vorbilds trat, mit dem „leichten“ Fach von Operetten- und Opernmelodien, Volks- und Kunstliedern oder Filmschlagern. Er ist damit zum Star geworden, aber immer bodenständig geblieben. Seine Beliebtheit verdankt er in erster Linie natürlich seiner Stimme, einem vom pianissimo bis zum forte schön und warm timbrierten Tenor. Ein Konzert am Muttertag fordert seinen Tribut. Zum Auftakt sangen Bengl und Ulrike Machill das hochemotionale Duett Don José-Micaëla „Du kommst von meiner Mutter“ aus Bizets „Carmen“. Gerhard Winklers Lied „Mutterhände“ nahm Bengl ganz schlicht und ohne Anflug von Sentimentalität. Das große Gefühl gab er dann bekannten Operettenliedern wie Franz Léhars „Da geh ich ins Maxim“. Eine bewegende Referenz an seine Heimat und an einen anderen großen Tenor gab er mit dem „Kusellied“ von Fritz Wunderlich. Und auf den Spuren von Luciano Pavarotti wandelte er mit der Kanzone „Non ti scordar di me“ des neapolitanischen Komponisten Ernesto de Curtis. Ulrike Machill ist am Theater Heidelberg verpflichtet und ebenfalls eine hervorragende Sängerin, was sie nicht nur in den Duetten mit ihrem Bruder bewies. In den Soloauftritten glänzte sie mit einem beweglichen, klaren Sopran, der Eindringlichkeit und Charakterisierungsvermögen zeigte. Wie ihr Bruder bewegt sie sich sicher in den unterschiedlichsten Genres, etwa dem gefühlvollen „Lied an den Mond“ aus Dvoráks Oper „Rusalka“, dem „Vilja-Lied“ aus der „Lustigen Witwe“ oder dem elegant-temperamentvollen „Les filles de Cadix“ des Franzosen Leo Délibes“. Ganz im Dienste der Sänger gab der Pianist Frank Oidtmann einen hochsensiblen, aufmerksamen Begleiter ab.

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