Ludwigshafen Treffpunkt Bismarckstraße
Das Festival „Wow Art Lu“ sei erfolgreich gestartet. Das haben die Initiatoren Eric Seitz und Mathias Berkel von der IHK-Tischrunde sowie Kuratorin Nicoleta Steffan gestern nach dem dritten Tag betont. Ziel sei es, möglichst viele Menschen in die Innenstadt zu locken, damit diese wieder lebendiger wird.
Seitz und Berkel wissen, dass sich Kulturinteressierte erst einmal mit dem Konzept von „Wow Art Lu“ vertraut machen müssen. Denn man vereine bei der Festival-Premiere bereits etablierte Veranstaltungen wie die Biennale mit neuen Angeboten – wie das etwa bei der Leerstandskunst der Fall sei. Im Mittelpunkt steht das Projektbüro in der Bismarckstraße am Durchgang zum Bürgerhof. Bevor dieses für das geplante GAG-Bauprojekt abgerissen wird, sollen die Räume Anlaufpunkt in Sachen „Wow Art Lu“ sein. „Hier gibt es ein Art-Café, in dem man einfach einen Kaffee trinken kann. Hier kann man sich über alle Angebote informieren. Und hier finden auch Konzerte und andere Veranstaltungen statt“, sagt Berkel. „Die Menschen sollen die Stadt neu erleben“, beschreibt Seitz das Ziel des Festivals. „Das soll auch kein Strohfeuer sein, sondern eine langfristige Wirkung haben. Manche Ateliers sollen bleiben.“ Für Berkel ist die „Leerstandsbespielung angesichts der Debatte um die Innenstadt naheliegend“. Wie sehr sich die IHK-Tischrunde bemühe, sehe man auch am Festival. Dessen Kosten in Höhe von 25.000 bis 30.000 Euro seien allein aus dem Kreis der Tischrunden-Mitglieder gestemmt worden. „Manche haben Geldspenden gegeben, andere eine Arbeitsleistung wie das Streichen zur Verfügung gestellt“, so Berkel. „Für uns ist das kein Spaßevent. Wir machen das für die Stadt. Deswegen brauchen wir Frequenz.“ Kuratorin Steffan zeigte vier Ausstellungsräume in Ludwig-, Kaiser-Wilhelm- und Bismarckstraße. Das Programm sei innerhalb von drei Monaten auf die Beine gestellt worden und biete hochwertige und vielfältige Kunst. In manchen Leerständen habe man sogar bei Strom und Wasser improvisieren müssen. Aber sie freue sich über alle Ausstellungen – zumal viele Künstler hierher kommen, um sich und ihre Arbeiten vorzustellen. Dazu gehören auch die Sprayer, die in der Bismarckstraße ausstellen und ab Montag Hauswände gestalten. „Am Sonntag hatten wir beim Start wenig Erwartungen. Doch überall waren mindestens 50 Besucher, das war ein schöner Start“, sagt Steffan. Noch Fragen? Geöffnet sind alle Räume des Festivals von Dienstag bis Samstag von 16 bis 20 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zum Programm unter www.ludwigshafen-wow.de.