Ludwigshafen Trauermarsch durch Oggersheim
Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) hat am Freitag zwei Trauergebinde in den Farben der Stadt in der Philipp-Scheidemann-Straße in Oggersheim niedergelegt, wo zwei Menschen bei einer Messerattacke umgebracht worden sein. Mit den Blumengebinden, die Steinruck auf dem Gehweg legte, drückt die Stadtverwaltung ihre Anteilnahme für die verstorbenen Opfer und deren Angehörigen aus, heißt es in einer Mitteilung. Nach der Tat am Dienstag hatte die Oberbürgermeisterin für alle Dienstgebäude und Schulen im Ludwigshafener Stadtgebiet bis auf weiteres Trauerbeflaggung angeordnet. Steinruck ist in Gesprächen – unter anderem mit Kirchenvertretern –, um der Opfer in würdiger und angemessener Weise zu gedenken.
Ungeachtet dessen soll in Oggersheim am Sonntag ein Trauermarsch stattfinden. Die angemeldete Kundgebung ist privat organisiert worden, heißt es von der Polizei. Die Organisatoren rechneten mit mehreren Hundert bis 1000 Teilnehmern. Die Trauerkundgebung soll am ersten Tatort in der Philipp-Scheidemann-Straße um 12.20 Uhr beginnen. Das ist der Zeitpunkt, zu dem am Dienstag die ersten Notrufe bei der Polizei eingingen.
Dort wurden zwei Handwerker umgebracht, die dem Täter zufällig begegnet waren. Am Tatort soll es eine Schweigeminute geben. Dann soll der Zug die etwa 500 Meter lange Wegstrecke ablaufen, die der Täter gelaufen ist. Der Trauermarsch soll mit einer weiteren Schweigeminute vor dem Drogeriemarkt enden, wo ein Kunde vom Täter niedergestochen wurde, der schwer verletzt überlebte. Wortbeiträge bei der Kundgebung sind laut Polizei nicht geplant.
Ebenfalls auf privater Ebene sind Spendenaktionen angelaufen, um die Hinterbliebenen der Todesopfer finanziell zu unterstützen.