Handball
Trainingstag: TSV Iggelheim will Kinder für Sportart begeistern
Die aktuell laufende Handball-Europameisterschaft begeistert auch die kleinen Handballer. Und sie waren diesmal mit viel Eifer dabei, nach dem die neugegründete Jugendspielgemeinschaft (JSG), bestehend aus den Vereinen, TSV Iggelheim, SV 05 Meckenheim, TSG Haßloch und TSG Neustadt zu einem Trainingstag des Deutschen Handballbundes (DHB) in die Wahagnieshalle gerufen hatte. Dort drehte sich alles um Handball.
Zwei Profis schauten dafür einmal vorbei. Kian Schwarzer, Sohn des Weltmeisters von 2007 Christian „Blacky“ Schwarzer, und Marc Robin Eisel. Die beiden Spieler des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen beobachteten ebenso den Nachwuchs bei den fünf Trainingsstationen wie zahlreiche Eltern. Letztere nutzten die Gelegenheit, ihre Kinder zu sehen, wie diese erstmals mit dem Ball bei den Vorderpfälzer Luchsen, wie sich die JSG nennt, in Berührung kamen. Dazu ließen Schwarzer und Eisel keinen Selfie- und Autogrammwunsch aus. Schließlich haben die beiden Freunde auch einmal klein angefangen.
Mehrere Stationen
„Kinder zum Handball zu bringen“ lautet die Devise, die das Team um Christian Hemmer, Vorstand der zum 1. Mai 2023 gegründeten JSG, am Herzen liegt. „Wir wollen uns zum einen als neugegründete Jugendspielgemeinschaft der Öffentlichkeit vorstellen, aber auch für mehr Nachwuchs im Handball werben“, erläutert Hemmer.
Zahlreiche Kinder, darunter die dreijährige Antonia Kapp aus Hochdorf, wollten sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. So gab es am Eingang von Esra Eschbach, dem Eigengewächs des TSV Iggelheim, zunächst einen Hanniball-Pass mit den Grundelementen im Handball. Dieser Ausweis besteht aus fünf Übungen, welche die koordinativen, technischen und athletischen Fertigkeiten der Kinder prüfen und gleichzeitig schulen sollen. Sie kommen aus den Bereichen Werfen und Fangen, Koordination, Schnelligkeit, Zielwerfen sowie Prellen. Die dreijährige Antonia, die von ihrem Papa Jürgen an den jeweiligen Stationen unterstützt wurde, zeigte viel Ehrgeiz und bewies zugleich ihre Unbekümmertheit.
Zwölf Mannschaften
Los ging es an der Station, dem Zielwerfen, die ihr 14 Jahre alte Bruder Roman betreute. Sie warf mehrmals den Ball auf eine Art Trampolin, das den Ball wieder zurückprallen ließ. Eine Aufgabe, die sie mit ihren drei Jahren sehr zufriedenstellend bewältigte. Dann ging es zum Prellen. Dort zeigte Lars Wagenknecht, der erst 20 Jahre alte Student der Fachrichtung Bauingenieurwesen, den Kindern, wie man richtig um die aufgestellten Stangen sowie unter dem Pauschenpferd hindurch den Ball prellt und ihn führt. „Wichtig ist, dass Kinder Spaß haben und in ihrem Bewegungsdrang nicht gebremst werden“, erklärte Jürgen Kapp, der froh ist, dass seine Tochter so früh Interesse am Handball zeigt.
Die Begeisterung bei der neugegründeten JSG ist groß. Über 350 Kinder und Jugendlichen werden dort von knapp 50 Trainern und Betreuern ausgebildet. „Wir sind froh, dass wir im männlichen Bereich alle Altersklassen besetzen können. Nachholbedarf gibt es noch im weiblichen Bereich, aber auch da sind wir zuversichtlich“, sagte Hemmer mit Blick auf die Tatsache, dass vor der Gründung der JSG keiner der vier Vereine noch selbst in der Lage war, allein einen Jugendspielbetrieb auf die Beine zu stellen. Inzwischen nimmt die JSG mit zwölf Mannschaften am Ligabetrieb teil. Dabei haben die Verantwortlichen ein klares Ziel. „Wir wollen auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und den Breitensport im Handball fördern“, bringt es Florian Sturm auf den Punkt.