FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Torreiches Spiel scheint garantiert

Fußgönheims Trainer Fisnik Myftari warnt vor dem heimstarken Konkurrenten SV Hermersberg, der elf Punkte mehr als der ASV hat.
Fußgönheims Trainer Fisnik Myftari warnt vor dem heimstarken Konkurrenten SV Hermersberg, der elf Punkte mehr als der ASV hat.

Nach der enttäuschenden 1:2-Heimniederlage gegen TuS 04 Steinbach steht der Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim unter einem noch höheren Druck. Morgen, Sonntag, 15.15 Uhr, gastiert der ASV beim SV Hermersberg und trifft damit erneut auf einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.

Fußgönheims Trainer Fisnik Myftari hatte sich sein Comeback natürlich ganz anders vorgestellt. „Steinbach war engagierter als wir und hat sich deshalb den Sieg verdient“, gibt er rückblickend unumwunden zu. Erst in den letzten 20 Spielminuten habe sein Team die Leistung gezeigt, die er erwartet hätte, und deshalb folgerichtig den 1:2-Anschlusstreffer erzielt. Dieser sei jedoch viel zu spät gekommen, um das Spiel noch drehen zu können.

Eine Schwäche, die es möglichst schnell zu beheben gelte, sei ihm jedoch aufgefallen. „Meine Mannschaft hat sich durch die vielen Torchancen des Gegners verunsichern lassen. Das müssen wir unbedingt abstellen“, konkretisiert der Coach. Berücksichtigen müsse man aber, dass ihm am vergangenen Wochenende die beiden erfahrensten Abwehrspieler gefehlt hätten.

Wenn auf eine südwestdeutsches Team der Begriff „Fahrstuhlmannschaft“ zutrifft, ist dies der morgige Gegner SV Hermersberg. Seit der Verein von der Sickinger Höhe 2002 erstmals in die Verbandsliga Südwest aufstieg, folgten mehrere Auf- und Abstiege, die den SVH sogar einmal bis in die Niederungen der Bezirksliga Westpfalz abstürzen ließen. In dieser Saison droht wieder einmal der Abstieg in die Landesliga, denn als Tabellenzwölfter belegen sie den ersten Nichtabstiegsplatz. Mit 30 Punkten haben sie jedoch im Vergleich zu den Fußgönheimern, die bisher lediglich 19 Zähler auf der Habenseite verbuchen können, eine wesentlich komfortablere Ausgangsposition.

Myftari ist sich bewusst, dass seine Mannschaft ein heißer Tanz erwartet. „In Hermersberg herrscht immer eine besondere Atmosphäre, die zu einer besonderen Heimstärke führt. Dadurch haben sie auch den Oberligisten TuS Mechtersheim im Verbandspokal in die Knie gezwungen“, warnt er vor dem kampfstarken Gastgeber.

Der SV Hermersberg fällt auch durch besonders torreiche Ergebnisse auf. Allein vier Punktspiele in dieser Saison endeten mit dem selteneren Ergebnis von 3:4, so auch bei der jüngsten Niederlage beim Tabellendritten TuS Marienborn. Dort führten sie am vergangenen Sonntag elf Minuten vor Schluss sogar noch mit 3:2. Mit 56 Toren haben die Westpfälzer die bisher fünftmeisten Treffer erzielt. Wie der ASV mussten sie allerdings schon 65 Gegentreffer hinnehmen, was den zweitschlechtesten Wert der Liga darstellt. Eine torreiche Partie wäre also keine Überraschung.

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