Fussball
Torfabrik arbeitet auf Hochtouren
„Wir haben das Minimalziel erreicht. Es wäre mehr drin gewesen, aber dazu hat uns die Konstanz gefehlt, was auch an der fehlenden Erfahrung der viele jungen Spieler liegt“, sagt Coach Sören Breininger, der mit Steffen Lang ein Trainerduo bildet. In der 28 Partien von Haupt- und Abstiegsrunde erzielte der LSC 14 Mal mindestens vier Treffer, mitunter aber auch sieben oder acht. „Das Spiel nach vorne ist unsere Stärke, die Abläufe sind teilweise schon gut automatisiert. Vor allem wenn wir Platz haben können wir unser hohes Tempo ausspielen, das etliche Akteure mitbringen“, analysiert der 36 Jahre alte Breininger.
In der Abstiegsrunde holte der LSC 23 Zähler und schoss 39 Treffer. Einziger Ausrutscher war die 0:5-Heimpleite gegen 08 Haßloch. „Insgesamt haben wir 53 Punkte eingefahren, was so schlecht nicht ist und in einer normalen Saison zu einem Platz im oberen Drittel gereicht hätte“, wirft der Coach ein. Der LSC erzielten 105 Tore. Mehr als die Hälfte davon ging auf die Konten von Ibrahim Anli und Nicola Maillet (je 28). Maillet, der seine beste Serie spielte, sprang nach der Winterpause als Vollstrecker in die Bresche, als Anli weitgehend ausfiel. Der junge Dominik Amoako folgt mit zehn Toren. Fünfmal trafen Martin Amoako, Kevin Takpara, Torben Lauer und Dominik Strohmeier.
Die Besserungen
„Nach der Winterpause haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Speziell in den Bereichen Einstellung und Mentalität“, lobt Breininger. Das Miteinander wurde besser. Als Beispiel für gute Zusammenarbeit nennt der Trainer das Torhütergespann. Benjamin Keller (36), ein in rund 130 Verbandsligaspielen gestählter Keeper, der im Winter zurückkehrte und als Mentor des jungen und talentierten Manuel Letzel (22) fungierte. Das Eigengewächs profitierte von Kellers Routine und Ausstrahlung. „Vor dem letzten Heimspiel hat Manuel als Dankeschön für Kellers Arbeit darum gebeten, dass Benny im Kasten steht“, berichtet der Übungsleiter.
Ein Kennzeichen der Mannschaft ist ihre Jugend. Fast alle Akteure sind unter 25, teilweise erst Anfang 20 oder jünger. Die meisten der Nachwuchskräfte stammen aus dem eigenen Talentschuppen. „Im Frühjahr haben fünf A-Junioren debütiert“, freut sich Breininger. Die A-Junioren sorgten dafür, dass 34 Akteure eingesetzt wurden. Die meisten Partien bestritt Maillet (27). „Nicola war schon immer schnell und beweglich. Jetzt ist er effektiver geworden, erarbeitet sich viele Chancen selbst, hat sich im Abschluss verbessert und sein Portfolio erweitert“, betont der Coach.
Auf 25 Einsätze kommen der unverzichtbare Innenverteidiger und Führungsspieler Bernd Fröhlich (36) sowie Dominik Amoako, der die signifikanteste Entwicklung genommen hat. Der 19-Jährige kann bis auf Torwart alles spielen und hat riesiges Potenzial. 24 Mal liefen Oliver Himmighöfer und Nicolas Lamberty auf. Von den vorjährigen A-Junioren zählen auch Torben Lauer, Jason Springer und Dejan Vasic zum Stamm.