Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel „Toreschießen ist wie bei einer Ketchupflasche“

Wieder in Schifferstadt: Talha Demirhan
Wieder in Schifferstadt: Talha Demirhan

Gleich vier Spieler wechselten im Winter vom ASV Fußgönheim zu Phönix Schifferstadt. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es für drei davon zu einem Wiedersehen mit ihrem alten Verein beim Derby in der Fußball-Verbandsliga in Schifferstadt. Einer der Zugänge will seine Treffsicherheit zurückgewinnen.

„Die Tagesform wird entscheidend sein. Die Mannschaft, die den Sieg haben möchte, wird gewinnen“, vermutet Phönix-Trainer Peter Libwosky vor dem Derby gegen Fußgönheim. Einige seiner Schützlinge dürften für die Partie besonders motiviert sein, spielten sie doch vor vier Monaten noch auf der anderen Seite, also beim ASV Fußgönheim. Weil dort Coach Ediz Sari ging, verließen auch sie den ASV.

Pietro Berrafato, Yannick Sempert, Talha Demirhan und Samsidindino Sonko, sie alle wechselten im Winter vom ASV zu Phönix. Auf Sonko wird der Übungsleiter am Sonntag verzichten müssen. Der treffsichere Stürmer befindet sich derzeit in seiner Heimat Gambia. „Sein Ausfall ist für uns ein großer Verlust, da er nicht nur technisch stark ist, sondern auch vor dem Tor eiskalt. Das fehlt uns natürlich“, räumt Libowsky ein.

Sein Ausfall soll aber keine Ausrede für eine mögliche Niederlage sein, sagt Demiran. Aber es könnte Veränderungen im Kader von Schifferstadt zur Folge haben. Libwosky wird sein Team vermutlich umbauen, wisse aber noch nicht, ob er mit zwei oder drei Stürmern agieren will. Sicher ist, dass Talha Demirhan wieder seine Chance bekommt.

Demirhan stichelt gegen Ex-Verein

„Er ist immens wichtig, auch von der Einstellung. Er ist einer, der immer gewinnen will. In der Vorbereitung war er unser bester Stürmer“, lobt Libwosky den Rückkehrer, der bereits in der Saison 2019/20 für die Schifferstadter auflief. Nun ist er zurück und möchte mit Phönix in der Liga bleiben.

Damit das gelingt wird es auch auf ihn und seine Tore ankommen. Das funktionierte in dieser Spielzeit noch nicht. Null Tore stehen auf dem Konto Demirhans. „Ich hatte zu Beginn in Fußgönheim noch mit Verletzungen zu kämpfen und auch beruflich viel Stress“, erläutert der Projektleiter einer Möbelkette mögliche Gründe für eine Torflaute. „Toreschießen ist wie bei einer Ketchupflasche, man drückt immer wieder drauf und es kommt nix, aber wenn dann etwas kommt, dann alles auf einmal“, hofft der Stürmer auf den sogenannten Ketchupflascheneffekt.

Am Sonntag wäre dann der geeignete Tag, seine persönliche Durststrecke zu beenden. Mit dem ASV hat der Stürmer noch eine Rechnung offen: „Es gab Meinungsverschiedenheiten und daher habe ich mich meiner alten Mannschaft angeschlossen. In die Details möchte ich nicht gehen“, sagt Demirhan.

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