Ludwigshafen Titel geht nach Friesenheim
Sportlich endet das Schuljahr für die Ludwigshafener Grundschulen. Vor dem traditionellen Stadionsportfest im Südweststadion heute kämpften gestern acht Grundschulen um die achte Stadtmeisterschaft im Handball. Mit der Friesenheimer Luitpoldschule gibt es einen neuen Namen auf dem Wanderpokal der Sparkasse Vorderpfalz.
Richtig spannend war das Finale. Nur hauchdünn – 8:7 – setzten sich die Friesenheimer gegen die Karl-Kreuter-Schule durch. Die Schüler aus der Notwende hatten es bei der ersten Teilnahme am Handballturnier auf Anhieb immerhin gleich ins Finale geschafft. Das kann am Trainer gelegen haben. Marcus Endlich gab die Taktik vor: „Mein Sohn ist an dieser Schule, und Lehrerin Sandra Staat hat mich gefragt, ob ich nicht die Betreuung übernehmen könnte, weil ich zumindest schon einmal eine Handballhalle betreten habe“, sagte der Gastronom, der bei den Heimspielen der Friesenheimer Zweitligahandballer die Versorgung der Besucher übernimmt, lachend. Das könnte aber nicht nur an seiner Erfahrung in der Halle, sondern vor allem an der Qualität seiner Spieler, allen voran Loris Piccoli (TV Edigheim), gelegen haben. „Alle Spieler, die hier mitspielen, sind auch in verschiedenen Vereinen aktiv“, verriet Lehrerin Sandra Staat. Die Grundschul-Fachberaterin Schulsport hatte gemeinsam mit ihrem Kollegen Jörg Streb einen relativ ruhigen Tag. Wie in den sieben Jahren zuvor übernahmen die VTV Mundenheim wieder Organisation, Schiedsrichter und Verpflegung in den beiden Turnhallen des Mundenheimer Schulzentrums. Neu war dabei der Ausrichtungstag. Auf Wunsch der Schulen war man in diesem Jahr vom Samstag der vergangenen Jahre erstmals auf einen Montag ausgewichen. „Unsere Helfer haben sich extra dafür Urlaub genommen“, erklärte Turnierleiter Marc Vogelmann. Aber der Aufwand wurde belohnt, denn mit acht Mannschaften war das Turnier so stark besetzt wie noch nie. Viel größer sei das Wachstumspotenzial ohnehin nicht. Handball sei eben nicht Fußball, in dem jede Schule eine Mannschaft auf die Beine stellen könne. Im Handball-Regelwerk ist deutlich mehr zu beachten. „Deshalb passen wir die Regelauslegung den Fähigkeiten der Mannschaften an“, erklärte Vogelmann die Vorgabe an die Schiedsrichter. In den Halbfinals und vor allem im Endspiel sah er dann durchweg ein insgesamt hohes Niveau mit dem verdienten Sieger der Luitpoldschule, die sich im Halbfinale ebenfalls mit 8:7 gegen Vorjahressieger Mozartschule durchgesetzt hatte, während die Karl-Kreuter-Schule beim 11:5 gegen die Wittelsbachschule keine Probleme hatte.