Ludwigshafen
Tischtennis: Warum der zwölfjährige Elias Höfer einen randvollen Terminkalender hat
Der zwölf Jahre alte Elias Höfer spielt bei den TTF Dannstadt-Schauernheim Tischtennis. Da er aber noch eine weitere Sportart ausübt und außerdem seit fünf Jahren ein Musikinstrument spielt, hat der vielseitig begabte Gymnasiast einen randvollen Terminkalender.
Elias Höfer, Tischtennisspieler der TTF Dannstadt-Schauernheim, betreibt den Sport mit der kleinen weißen Plastikkugel, bei den Tennisspielern des TC Dannstadt jagt er der gelben Filzkugel hinterher und er spielt seit fünf Jahren Klarinette. „Ich mache alles sehr gerne. Wenn ich mit etwas aufhören müsste, würde ich wohl mit allem aufhören“, sagt das Multi-Talent, das in Schauernheim wohnt. Da kann es zeitlich schon mal eng werden. Dreimal in der Woche steht Tischtennis auf dem Programm, zweimal ist Tennistraining, einmal spielt er Klarinette. „Einen freien Tag pro Woche habe ich schon noch“, erklärt der Zwölfjährige unaufgeregt. Ihm ist der Spaß am Sport und der Musik anzumerken. „Wir haben bei Elias viel zu organisieren“, sagt Mutter Andrea, die die sportlichen Aktivitäten ihres Sohnes zeitlich koordiniert. Seine Schwester Emelie spielt ebenfalls Tennis und begann kürzlich mit dem Cheerleading in Haßloch. Es ist schon viel los im Hause Höfer.
Der Schüler der siebten Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Ludwigshafen hat erst Ende 2016 im Verein angefangen, Tischtennis zu spielen. Auslöser waren eine Schul-AG, organisiert von Matthias Magin (TTF Dannstadt-Schauernheim), und das typische Pausen-Tischtennis im Schulhof. „Matthias Magin hat dann mal gefragt, ob ich nicht im Verein spielen will“, erklärt eines der größten pfälzischen Talente bei den Schülern seine Anfänge, die über den engagierten Magin führten. Doch Tischtennis war bereits 2015 ein Thema. Denn da gewann er die Mini-Meisterschaft, schaffte es anschließend bis zum Verbandsentscheid. Vorher hatte der Gymnasiast auch noch bei den Fußballern des SV Schauernheim gekickt und spielte kurzzeitig Hockey.
Höfers Rückhand ist ausbaufähig
Der Allroundsportler, dem auch Badminton und Basketball Spaß bereitet, feierte seine größten Erfolge zwar im Tischtennis, doch auch im Tennis sammelte er bereits Spitzenplätze. So wurde er bei den Jugend-Open in Neustadt Zweiter. Weitaus erfolgreicher ist er aber im Tischtennis. Während der Spielrunde wird der erst Zwölfjährige in U18 der TTF Dannstadt-Schauernheim eingesetzt und von Kai Sommer und Christian Maus trainiert. Er spielt in der Bezirksklasse Ost, ist mit seinem Team Tabellenführer und gewann alle seine neun Einzelpartien gegen zum Teil weitaus ältere Kontrahenten. Nur einmal musste er einen Satz abgeben.
Auch im Pfalzkader ist Höfer ein fester Bestandteil, qualifizierte sich für die Region 7, bei der die größten Talente aus dem Rheinland, Rheinhessen, der Pfalz und dem Saarland mitspielen. „Seine Stärke ist die Gelassenheit“, sagt Verbandsjugendwart Michael Speth. Er lobt den ersten Auftritt von Elias Höfer bei einem überregionalen Turnier, wünscht sich aber, dass der Schauernheimer sein Spiel noch etwas druckvoller gestaltet. Elias selbst sieht seine Schwäche im Rückhandspiel und schlägt in die gleiche Kerbe wie Speth. „Ich ziehe zu langsam an“, verdeutlicht er. Der Schüler bezeichnet die Vorhand weit hinter dem Tisch als seine Stärke. Die Erfolge geben ihm recht: Reihenweise nahm er seit 2017 an den pfälzischen Endranglisten- und Finalturnieren teil. Diese Erfolge wecken aber auch das Interesse anderer Klubs. Der VfL Duttweiler hat schon leise angeklopft. „Ich habe da auch schon mittrainiert“, sagt der Zwölfjährige. Seinen Verein möchte er momentan jedoch nicht wechseln.