Ludwigshafen Talfahrt hält an

LUDWIGSHAFEN. Die Talfahrt des Fußball-Verbandsligisten Ludwigshafener SC hält an. Das Team hat gegen die Spitzenmannschaft SC Idar-Oberstein 2:4 (1:2) verloren und aus den vergangenen acht Partien nur einen Punkt geholt.
Wie so oft gab es auch in diesem Spiel eine Phase, die Mut macht. Ab der 39. Minute zeigte der LSC, zu was das Team in der Lage ist. Da waren die Gastgeber präsent, zweikampfstark und brachten mit überfallartigen Kontern den Favoriten in die Bredouille. „Da haben wir uns reingehängt und unsere Qualität gezeigt“, sagte Erik Rehhäußer. Mit seinen beiden Treffern holten die Gastgeber einen 0:2-Rückstand auf. Zunächst traf der Mittelfeldspieler nach einem Ballgewinn von Meridon Haxhija (42.). „Jens war frei, aber der Torwart hat auf ein Zuspiel spekuliert und die kurze Ecke aufgemacht“, erklärte Rehhäußer, warum er den eigentlich sinnvollen Pass auf seinen Bruder nicht spielte. Beim 2:2 veredelte er die starke Vorarbeit von Julien Jubin. In seiner stärksten Phase direkt nach der Pause hätte der LSC sogar in Führung gehen können. „Wir waren drauf und dran, aber jeden Sonntag macht ein anderer einen Fehler“, haderte Spielleiter Karl-Heinz Daubmann. In diesen ersten 39 Minuten produzierten die Hochfelder jede Menge Patzer. Das Team offenbarte Schwächen im Stellungsspiel, kam gar nicht in die Zweikämpfe, war viel zu leicht auszuspielen und bei gegnerischen Standardsituationen zu passiv. Bevor die Platzherren zu ihrer ersten Möglichkeit kamen, erarbeiteten sich die Gäste ein Chancenplus von 6:0 und erzielten zwei Treffer, beide nach Standards. „In der ersten halben Stunde hatte ich Angst, dass wir abgeschossen werden. Da hatten wir keinen Zugriff und liefen immer nur hinterher“, klagte Trainer Michael Drese. „Wir hatten zu viel Respekt, spielen immer wieder zu wechselhaft“, verdeutlichte Innenverteidiger Denis Jolic. Er bekam bei einem Kopfballduell einen Schlag auf die Rippen und musste weniger später ausgewechselt werden. „Besser wurde es, als wir ohne Angst gespielt haben“, sagte Jolic. Der spielende Co-Trainer Bernd Fröhlich hatte erkannt, „dass wir stärker geworden sind, als wir aggressiver zu Werke gingen“. Das muss der LSC mal 90 Minuten hinbekommen. So spielten sie Ludwigshafener SC: Wiegand – Hauptmann, Burkhard, Denis Jolic (78. Papadopoulos), Fröhlich – Chorrosch, Aydin – Jubin, Erik Rehhäußer, Meridon Haxhija – Jens Rehhäußer. |thl