Fussball
Takpara hofft auf ersten Treffer für Fußgönheim
Die Formkurve des ASV Fußgönheim zeigt nach oben. Die Mannschaft von Coach Fisnik Myftari gewann ihre drei letzten Begegnungen. Erst feierte der ASV einen 2:0-Erfolg im Pokal, um im Anschluss in der Liga (2:1 gegen Bretzenheim) und im Testspiel (3:1 gegen Jockgrim) zu triumphieren. „Es ist sehr wichtig, dass wir das positive Erlebnis am Leben halten“, sagt Myftari.
Der Trainer war froh darüber, dass sich der Landesligist TSG Jockgrim zum Testen bereiterklärte. Und er freute sich über das weiterhin vorhandene Selbstvertrauen. „Zehn Tage wäre ein langer Zeitraum ohne Erfolgserlebnis gewesen“, gestand Myftari. Ein solches Erlebnis soll auch am Mittwochabend im Ligaspiel gegen Hassia Bingen folgen.
Viele Neues beim neuen Verein für Takpara
Er vertraue dabei auf die Einstellung, Laufbereitschaft, Gier und auch die eigene Qualität, sagt der Trainer des ASV. Die angesprochenen Attribute bringt vor allem ein junger Akteur seines Teams mit. Die Rede ist von Neuzugang Marvin Takpara. Der 18-jährige Allrounder wechselte im Sommer zusammen mit seinem älteren Bruder Kevin vom Ludwigshafener SC zum ASV. Dort scheint er nun angekommen zu sein.
„Es war aber schon ungewohnt“, gibt der Youngster zu. An gleich mehrere Neuerungen musste sich Takpara gewöhnen. Zum einen der generelle Wechsel von der Bezirks- in die Verbandsliga und natürlich noch die Unterschiede zwischen der Jugend und den Aktiven. Neu war für ihn auch der von Myftari ins Leben gerufene Strafenkatalog. „Zu spät zum Training oder Spiel kommen, unentschuldigt fehlen, das kostet Geld“, berichtet der Fußballer. Fünf bis 15 Euro müssen die Spieler bei Verspätungen berappen. Er selbst musste sein Portemonnaie bisher noch nicht öffnen, sagt Takpara. Und auch eine dritte Sache muss sich der Neuzugang gewöhnen: seine Position.
Vergleich mit Nelson Valdez
Der gelernte defensive Mittelfeldspieler agiert im System von Myftari im Angriff. „Im Spiel gegen Rüssingen brachte mich Fisnik erstmals im Sturm“, berichtet Takpara. Der 18-Jährige schien seine Sache gut gemacht zu haben und zeigt an der Seite von Rückkehrer Salvatore Saito gute Ansätze. „Er macht viele gute Laufwege, führt Zweikämpfe und genau damit hilft er der Mannschaft – auch wenn er noch nicht das Tor getroffen hat“, findet der Coach lobende Worte für seinen Schützling. Der mache nicht nur in seinen Einsätzen, sondern auch im Training auf sich aufmerksam. Angesprochen auf den ehemaligen Bundesligaspieler Nelson Valdez (Bremen, Dortmund), erkennt auch Myftari Parallelen. Auch der Paraguayer war kein Knipser, arbeitete aber immer viel für seine Nebenleute – genau wie Takpara.
Damit passt er perfekt in die neue Spielphilosophie Myftaris. „Ich habe die Taktik angepasst. Wir spielen nun mehr Angriffsfußball mit einem laufintensiven Spiel und viel Pressing“, sagt der Coach. Ein Problem mit der Belastung habe sein Team nicht, versichert er. „Die Arbeit mit unserem Co-Trainer und Athletikcoach Philipp Stiller ist top“, schwärmt der Trainer.
Fit sollte das Team am Mittwochabend also sein. Takpara erwartet in der Partie gegen den Tabellenzwölften eine enge Begegnung. „Wenn jeder 100 Prozent gibt, wir gut in die Zweikämpfe kommen und wach sind, wird es positiv enden“, hofft Takpara auf eine Fortsetzung der Siegesserie. Vielleicht sorgt er ja selbst mit seinem ersten Treffer für den ASV dafür, dass die Punkte in der Vorderpfalz bleiben und die Formkurve weiter steigt.