Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Tabellenspitze erobert

Zwei Tore: Eleni Tatou (rechts) vom TFC Ludwigshafen.
Zwei Tore: Eleni Tatou (rechts) vom TFC Ludwigshafen.

Roland Hildebrandt, Coach des Verbandsligisten TFC Ludwigshafen, freute sich am Samstagnachmittag wie Bolle über das vorgezogene Weihnachtsgeschenk seines Teams. Mit 5:1 (3:1) bezwangen die Löwinnen den ebenfalls mit Aufstiegsambitionen in die Runde gestarteten HC Rot-Weiß Koblenz.

Die TFC-Damen übernahmen mit dem erneuten Sieg die Tabellenführung, haben sich einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die am Wochenende spielfreie TG Frankenthal III herausgearbeitet. „Einem Aufstieg steht jetzt nichts mehr im Weg“, meinte TFC-Spielerin Lotta Grimm. Die 19-Jährige hat es Mitte des Jahres in die Pfalz verschlagen, genauer gesagt nach Ludwigshafen. Das „kühle Nordlicht“, wie Hildebrandt seine rechte Verteidigerin bezeichnet, begann im September ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin an der BG Klinik.

Zwischen ihrer Heimat Hamburg und Ludwigshafen liegen knapp 600 Kilometer. Heimweh allerdings plagt sie nur selten. „Ich bin hier so gut aufgenommen worden“, schwärmte Grimm am Samstag nach der Partie von der Pfälzer Lebensart und ihren TFC-Mädels. „Das ist wie in einer großen Familie. Hockey bleibt eben immer Hockey, das ist überall gleich.“

Beim HTC Altona Bahrenfeld hatte sie zuletzt in der Verbandsliga gespielt. „Wir waren gerade wieder im Aufbau“, berichtete sie, ehe sie nach Ludwigshafen zog. Mit der Leistung des Teams zeigte sich Grimm zufrieden. „Ich selbst war nicht ganz so glücklich, hätte gerne genauere Bälle gespielt“, haderte sie. Allerdings steckte der quirligen Exil-Hamburgerin noch die Corona-Booster-Impfung vom Vortag in den Knochen.

Dass Ludwigshafens Damen die Partie hätten verlieren können, nein, den Eindruck hatte niemand. Keine Sekunde. „Allerdings war Koblenz nicht einfach zu spielen. Sie standen tief und waren bei Kontern gefährlich“, meinte TFC-Damencoach Roland Hildebrandt. Auch die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung brachte Unruhe in ein ansonsten recht einseitiges Spiel. „In Sachen Torausbeute hätte es der eine oder andere Treffer mehr sein können“, meinte Hildebrandt. „In allererster Linie bin ich aber glücklich über den Sieg“, unterstrich er.

Ludwigshafens Damen fackelten nicht lange, gingen von der ersten Minute an in die Vollen. Marie Staubitz markierte nach fünf Minuten das 1:0, Eleni Tatou legte kaum 60 Sekunden später nach klasse Vorarbeit von Stürmerkollegin Nicole Schönberger nach. Die Koblenzerinnen blieben über weite Strecken blass, Einzelaktionen, wie der Konter von Johanna Conradi, hatten da Seltenheitswert.

Tatou erhöht

Tatou gelang in der 18. Minute per Kurze Ecke das 3:0. Ziemlich im Stich ließ die TFC-Defensive ihre ansonsten ausgezeichnet haltende Schlussfrau Julia Hanz beim 1:3-Anschlusstreffer. Die Koblenzerin Heike Peras stand im Schusskreis völlig frei und nutzte das eiskalt aus. Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen vor allem in der Anfangsphase einige „Hundertprozentige“, beispielsweise Schönberger nach Pass von Tatou (22.) oder Tatou, die die Koblenzer Torfrau nur anschoss (29.). Routinier Daniela Kopp-Duensing, die wie auch Edith Lambert am Sonntag bereits bei den zweiten Damen des TFC wieder im Einsatz war, erzielte per Kurze Ecke das 4:1 (34.). Lavinia Gerd tom Markotten sorgte 15 Sekunden vor Schluss mit ihrem ersten Saisontor für den 5:1-Endstand.

So spielten sie

TFC Ludwigshafen: Hanz, Staubitz, Kopp-Duensing (1/1), Bauer, Tatou (2), Schönberger, Zahn, Grimm, Gerd tom Markotten (1), Lambert

Beste Spielerinnen: Tatou, Kopp-Duensing – Conradi - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Stache, Steinbrecher (beide Kreuznacher HC).kia

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