Ludwigshafen Stolz auf den Turbolöscher

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Beim traditionellen Erlebnis-Samstag der BASF hat das Thema Sicherheit im Vordergrund gestanden. Außerdem ging es um das Verhalten im Alltag. „Wir wollen, dass alle sicherer leben“, erklärte Annette Kunde von der Initiative „Die Sicherheitsmacher“. Knapp 1000 Besucher waren nach Unternehmensangaben mit von der Partie. Es gab 23 Werkrundfahrten.

„Sicherheit gehört zu unserer Ideologie. Darin sind wir ebenso führend wie in unserer Produktion“, erklärte Werksleiter Uwe Liebelt, der sich selbst ein Bild vom Aktionstag im Besucherzentrum machte. Bei den Werksrundfahrten erfuhren die Gäste vieles über die Sicherheitsvorkehrungen, erzählten die Experten der Werksfeuerwehr und des Steamcrackers vor Ort Grundlegendes über vorbeugende Konzepte im Werk. „Immerhin geht es hier nicht nur um unsere Mitarbeiter, sondern auch um unsere Nachbarn. Das Werk liegt schließlich mitten in der Stadt“, verdeutlichte Feuerwehrmann Rafael Makowski. Die kleine Fahrzeugschau auf dem Besucherparkplatz war schon für sich ein echter Hingucker. Von der Umweltüberwachung über das Einsatzleitfahrzeug des Werkschutzes bis hin zum Rettungsdienst. „Vier Rettungsdienstwagen sind rund um die Uhr besetzt. Tagsüber haben wir auch noch einen vierten bemannt“, erklärte Notfallsanitäter Martin Hausch. Immerhin handelt es sich beim Ludwigshafener Werk um eine kleine Stadt mit 40.000 „Bewohnern“. Dementsprechend sei auch der Großteil der Einsätze. „Alles, was es draußen gibt, passiert auch drinnen. Der Großteil der Einsätze sind Kreislauf- oder Herz-Sachen.“ Speziell ausgerüstet sind die Fahrzeuge natürlich trotzdem. „Wir haben einige Ausrüstungsgegenstände für Unfälle mit Chemie, und wir alle sind intern weitergebildet“, verrät er. Rafael Makowski zeigt nebenan stolz auf den Turbolöscher, „auch wenn das der Oldtimer unserer beiden Spezialfahrzeuge ist“. Immerhin war die BASF das weltweit erste Chemiewerk mit diesem Löschfahrzeug. „Mittlerweile sind Turbolöscher ein Standard der Werksfeuerwehren in Chemiewerken.“ Und sie haben immer ein Schaumlöschfahrzeug mit dabei. Im Besucherzentrum wurden die Eindrücke nach den Rundfahrten vertieft. Etwa bei Jörg Kordes und seinen Kollegen. „Wir stehen hier für die Nachfragen rund um die TDI-Anlage. „Uns geht es darum zu zeigen, dass wir alles für die Sicherheit unternehmen. Für die Werksangehörigen ebenso wie für die Anwohner“, so Kordes. Das bestätigte auch Werksleiter Liebelt. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren rund 20 Milliarden Euro am Standort Ludwigshafen investiert und rund die Hälfte davon, inklusive der vorbeugenden Instandhaltung, galt dabei der Sicherheit.“ Wie sich das über die Werksgrenzen hinaus im Alltag fortsetzt, demonstrierte Jean Baty. „In Deutschland vergiften sich 80.000 Kinder pro Jahr im Haushalt.“ Unachtsamkeit sei dabei die Hauptursache. „Es geht uns darum, Eltern zu sensibilisieren.“ Bei den Auszubildenden um Sebastian Otto stand das Mobiltelephon im Vordergrund. Ein weißer Strich verläuft durch den Vorführraum. „Das sind genau 14 Meter. Das ist die Strecke, die ich in einer Sekunde mit Tempo 50 zurücklege.“ Bei einem Blick auf das Smartphone wären dies 14 Meter im Blindflug. Nur eine von vielen Erkenntnissen beim BASF-Erlebnistag zum Thema Sicherheit.

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