Ludwigshafen Stimme trifft Blech

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Dannstadt-Schauernheim. Mit einem besonderen Konzert unter dem Motto „Swinging Voices & Brass“ haben sich die „Swinging Voices“ des MGV Frohsinn Rödersheim unter der Leitung von Johannes Kalpers zu ihrem 25-jährigen Bestehen beschenkt. Mit einem umfang- und abwechslungsreichen Programm von Klassik über Volkslied bis zu Jazz, Rock und Pop begeisterte der Chor zusammen mit den Mainzer Dombläsern und Dmitrij Koscheew am Klavier das Publikum im ausverkauften Zentrum Alte Schule.

Es ist dieser Moment, in dem der Funke überspringen muss. Und ja, es gab ihn beim Konzert der „Swinging Voices“ am vergangenen Samstag, diesen Moment, der das Publikum ergriff und der zeigte, dass singen und musizieren einfach Spaß macht. Wie es sich für ein Jubiläumsfest gehört, wurde mit einem klassischen Teil begonnen, der von den Mainzer Dombläsern mit zwei festlichen barocken Werken eingeleitet und vom Chor mit „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ und „Laudate Dominum“ fortgesetzt wurde. In den vergangenen 25 Jahren habe der Chor einiges erreicht, erzählt Frohsinn-Vorsitzende Sylvia Gerdon-Schaa. Zu den Titeln Leistungschor und Konzertchor im Chorverband Rheinland-Pfalz, hat sich ganz aktuell ein neunter Platz von 23 teilnehmenden Chören beim Deutschen Chorfest in Stuttgart dazugesellt. Ein Grund, stolz zu sein. Die Moderation des Abends übernahm Gerhard Schaa, der locker und mit Humor die einzelnen Themenblöcke ankündigte und das Publikum zum Mitmachen aufforderte. „Sie wissen es noch nicht“, sagte er, „aber sie sind in einem interaktiven Konzert“. Im weiteren Verlauf des Abends zeigten die Dombläser, dass sie auch im Bereich Blues und musikalischem Humor einiges drauf haben. So spielten sie mit „The Saints Hallelujah“ eine Mischung aus dem Spiritual „When the Saints go marchin’ in“ und Händels „Hallelujah“. Ebenso bewies Pianist Dmitrij Koscheew mit einem „Jazz instrumental“, dass er nicht nur ein guter Begleiter ist. Die „Swinging Voices“ überzeugten von Anfang an durch klare, präzise Artikulation und Ausdruck, präsentierten dabei die Lieder und ihre Inhalte als musikalisches Theater. In einem Volkslied-Block bewies der Chor mit „Der Jäger längs dem Weiher ging“, „Der rhythmische Jäger“ und „Kein schöner Land“, dass Volkslieder keineswegs altbacken daher kommen müssen, sondern sich immer noch neue Facetten und Überraschungen entdecken lassen. Damit veranlassten sie die Besucher zu den ersten „Bravo-Rufen“. Im Pop-Teil sorgten die „Swinging Voices“ mit dem schwungvollen „Barbara Ann“, „Logical Song“ und „Bohemian Rhapsody“ für weitere Begeisterung, Mitklatschen und Mitwippen. Nach der Pause begrüßte der Chor, mittlerweile in weißen Chor-Shirts, die Besucher mit „A welcome“, bevor es über „So soll es sein“ zum „Drunken Sailor“ mit vielen musikalischen „Hicks“ ging und zu dem das Zulu-Traditional „Mamaliye“ einen interessanten Kontrast bildete. Musikalische Höhepunkte waren dann zum Schluss noch einmal die Pop, Musical- und Spiritual-Interpretationen. Mit stehendem Applaus, Bravo- und Zugabe-Rufen bedankte sich das Publikum für einen grandiosen musikalischen Abend und wurde mit „Swing low, sweet chariot“ von den Dombläsern und der „Swinging Voices“-Spezialität „Engel“ belohnt. Zum Abschluss gab es dann als Abendlied noch die A-capella-Version von „Kein schöner Land“.

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