Ludwigshafen Stadtnotizen: Schlägerei in Asylbewerberheim

In der Nacht zum Sonntag ist es in einer Sammelunterkunft für Asylbewerbewerber in Rheingönheim zu einer Schlägerei gekommen. Die Polizei hat drei mutmaßlich Beteiligte vorübergehend festgenommen. Laut Polizeibericht gerieten um 2.50 Uhr zunächst ein Iraner und ein Iraker mit zwei Somaliern in Streit, weil sich die beiden Afrikaner in der Unterkunft zu laut verhalten haben sollen. Der Streit eskalierte derart, dass die 24- und 30-jährigen somalischen Asylbewerber schließlich auf ihre beiden Kontrahenten losgingen. Einer der Somalier soll dabei mit einer massiven Kette zugeschlagen haben. Der Iraner und der Iraker flüchteten sich in ihr Zimmer und alarmierten die Polizei. Auch gegenüber den Beamten verhielten sich die Beteiligten aggressiv. Drei von ihnen in Gewahrsam genommen. Alle Männer standen nach Polizeiangaben unter erheblichem Alkoholeinfluss. Gegen die beiden Somalier wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt. Bei der Internationalen Rassehunde-Ausstellung am kommenden Wochenende in der Friesenheimer Eberthalle ist auch der hiesige Verein „Greyhound, Streuner & Co“ mit einem Stand vertreten. Wie Sprecherin Hilde Feldmann informiert, sind die Greyhounds, die in der irischen Hunderennindustrie ausgedient haben, inzwischen auch in Ludwigshafen und der Region heimisch geworden. Der Verein stellt sich und seine Hunde zum ersten Mal auf der Rassehundeausstellung vor und will dabei auf die Problematik der Greyhounds aufmerksam machen. Für den Stand in der Eberthalle werden Halsbänder, Leinen, Hundemäntel für Windhunde in Handarbeit gemacht und Hundeleckerli gebacken. Mit dem Verkauf soll Geld in die Vereinskasse kommen. Die Greyhounds des Vereins stammen überwiegend aus Tötungsstationen in Irland. Die Vierbeiner werden noch in Irland kastriert, gechipt und geimpft und dann nach Deutschland überführt, berichtet Feldmann.. Das Frauenhaus gibt es seit 35 Jahren in Ludwigshafen. Zu diesem Jubiläum ist vom 14. bis 17. August die Ausstellung „Warnsignale“ in der Hauptstelle der Sparkasse Vorderpfalz (Ludwigstraße 52) zu sehen. „Gewalt gegen Frauen und Kinder ereignet sich oft zu Hause, hinter verschlossenen Türen – quer durch alle Bildungs- und soziale Schichten und unabhängig vom kulturellen Hintergrund“, betont die Vorsitzende des Frauenhauses, Gudrun Brendel-Utzinger. Häusliche Gewalt zwischen den Eltern betreffe auch immer die Kinder. Oft schweigen die Betroffenen aus Scham. Erste Warnsignale werden viel zu oft übersehen. Mit diesen Signalen befasst sich die Wanderausstellung. Die 15 Plakate zeigen in Comiczeichnungen den schleichende Weg in eine von Gewalt geprägte Beziehung.