Ludwigshafen Stöbern erwünscht

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Dannstadt-Schauernheim. Zum neunten Mal hat der Förderverein des Kinder- und Jugendchores Juventus Vocalis seinen mittlerweile über die Grenzen der Ortsgemeinde hinaus bekannten und beliebten Pfennigbasar veranstaltet. Angeboten wurden wieder Praktisches und Kurioses.

Was wäre eine Chorveranstaltung ohne Musik? So begrüßt der Kinder- und Jugendchor Juventus Vocalis unter der Leitung von Judith Janzen seine Gäste pünktlich um 10 Uhr mit einem Lied, bevor sich die Türen der Turnhalle der Kurpfalzschule öffnen. Schnell herrscht an allen Ständen reger Betrieb. Hier wird geschaut, da anprobiert und dort gekauft. Allerlei Praktisches, aber auch Kuriositäten gibt es bei der neunten Auflage des Pfennigbasars zu entdecken. „Wir finden immer wieder erstaunliche Dinge beim Auspacken der gelieferten Sachen“, erzählt Judith Janzen, die einen Stand gleich am Eingang betreut, an dem es neben Bildern und Briefmarken auch Raritäten wie ein altes Akkordeon gibt. „Manchmal wissen wir auch gar nicht wofür etwas sein soll und wir raten dann im kleinen Kreis,“ sagt Anneliese Kuhn. Gleich nebenan steht Dekoration vielfältigster Art zur Auswahl. Die Abteilung Elektrogeräte, groß und klein, alt oder neu, wird von Hans-Martin Weber und Ulrich Oberdof betreut, die auf Anfrage auch mal zeigen, dass ein Gerät noch funktioniert oder mit Hand anlegen, wenn es gilt, große, sperrige Einkäufe zum Auto zu transportieren. Gläser, Geschirr und Weihnachtsdeko sind derweil nebenan zu sehen – und bei den Besuchern gefragt. Komplette Service werden kartonweise verkauft. „Das hier ist mein Lieblingsstand“, erzählt eine Dame, die bereits zum fünften Mal zum Pfennigbasar gekommen ist, am Spielzeugstand. „Ich habe sechs Enkel und werde hier immer fündig.“ Wenn mal einen Moment Ruhe herrscht, erforschen die Chor-Kinder, die den Stand betreuen, neugierig ihre Auswahl an Spielen, Puzzles, Puppen und sogar einem Schaukelschaf. Nebenan scheppern Kochtöpfe und Pfannen. Da gibt es Haushaltsartikel aller Art vom Messbecher bis zum Einwecktopf. „Willkommen im Tischdeckenland“, begrüßt einen Stand weiter eine Juventus-Mutter die Besucher, während ihre Kollegin für Kleidung, Schuhe und Accessoires zuständig ist. Großen Raum in der Mitte nimmt ein Buchstand ein, an dem es vom original-verpackten Beststeller bis zu Liebhaberstücken und vom Kinderbuch bis zum Kunstbildband wirklich alles gibt. Und wer sich nicht schon in weiser Voraussicht Taschen mitgebracht hat, wird am Taschen- und Kofferstand fündig. Die meisten Gäste drehen mehr als eine Runde durch die Halle, stöbern mehrmals an den Ständen. Mit leeren Taschen geht beim Pfennigbasar fast niemand raus. Die Besonderheit des Pfennigbasars ist auch, dass die Waren nicht ausgezeichnet sind. Die Standbetreuer legen die Preise direkt in Abhängigkeit vom Zustand eines Stückes fest. „Unsere Chor-Kinder gehen sehr verantwortlich mit dieser Aufgabe um und üben dabei durch das Zugehen auf andere Leute auch noch soziales Miteinander“, berichtet Judith Janzen. (acl)

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